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	<title>Flo's Corner &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Das Leben im Vorbeiflug</description>
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		<title>Eine Lanze für die Polizei</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 19:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss jetzt doch mal eine Lanze für die Polizei brechen. Dass die massiven Proteste im nahe-gelegenen Stuttgart wegen des Bahnhofsprojekts bislang so friedlich verlaufen, ist allein der Bereitschaft beider Seiten (Demonstranten und Polizei) geschuldet, weitgehend gewaltfrei und respektvoll miteinander umzugehen. Hut ab! Aber es wird noch besser. Die Gewerkschaft der Polizei schreibt auf Ihrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss jetzt doch mal eine Lanze für die Polizei brechen. Dass die massiven Proteste im nahe-gelegenen Stuttgart wegen des Bahnhofsprojekts bislang so friedlich verlaufen, ist allein der Bereitschaft beider Seiten (Demonstranten und Polizei) geschuldet, weitgehend gewaltfrei und respektvoll miteinander umzugehen. Hut ab!</p>
<p>Aber es wird noch besser. Die Gewerkschaft der Polizei <a href="http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/ID/5CEA7E39DC14A5CCC12577960031D32B?Open">schreibt auf Ihrer Webseite</a>:</p>
<blockquote><p>Die Atompolitik ist das jüngste Beispiel dafür, wie sehr sich die Politik von Bürgerinnen und Bürgern abzusetzen scheint. Die Verlässlichkeit in politische Entscheidungen scheint einer sich an tagesaktuellen Ereignissen orientierenden Beliebigkeit und einer zu großen Nähe zur Wirtschaftslobby gewichen zu sein.</p></blockquote>
<p>Die Erkenntnis, die sie daraus zieht, lautet</p>
<blockquote><p>Die Polizei wird zunehmend als Puffer zwischen Politik und Gesellschaft missbraucht.</p></blockquote>
<p>Ich denke damit treffen die Polizeibeamten den Nagel auf den Kopf. Vor allem ist eine solche Aussage gegenüber dem eigenen Arbeitgeber als durchaus mutig zu werten. Ich sehe darin ein gutes Zeichen für die Zukunft. Die Unterstützung für die Lobbykraten scheint in der gesamten Gesellschaft täglich zu schwinden, was die Wahrscheinlichkeit ungemein erhöht, dass wir den Sumpf eines Tages doch noch trocken gelegt bekommen. </p>
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		<title>Die Bundeswehr und die Energiekrise</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 18:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Spiegel online verlinkt heute eine Studie der Bundeswehr zum Thema Peak Oil. Wie Ihr als eifrige Leser dieses Blogs sicher noch wisst, geht es bei Peak Oil darum, dass das Angebot an bezahlbarem Erdöl eines Tages zurückgehen muss, weil die billig zu erschließenden Quellen allmählich erschöpfen. Wegen er herausragenden Bedeutung von Erdöl als Rohstoff und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,714878,00.html">Spiegel online</a> verlinkt heute <a href="http://peak-oil.com/download/Peak%20Oil.%20Sicherheitspolitische%20Implikationen%20knapper%20Ressourcen%2011082010.pdf">eine Studie der Bundeswehr</a> zum Thema Peak Oil. Wie Ihr als eifrige Leser dieses Blogs sicher noch wisst, geht es bei Peak Oil darum, dass das Angebot an bezahlbarem Erdöl eines Tages zurückgehen muss, weil die billig zu erschließenden Quellen allmählich erschöpfen. </p>
<p>Wegen er herausragenden Bedeutung von Erdöl als Rohstoff und Energieträger wird dies gravierende Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft und die gesamte Gesellschaft haben. In der Studie werden nun die möglichen Auswirkungen insbesondere auf Deutschland analysiert. Die Studie erscheint mir recht ausgewogen zu sein (ich habe sie bis jetzt nur überflogen). Wenn Ihr eine Kurzzusammenfassung lesen möchtet, sollltet Ihr euch den oben verlinkten Spiegel-Artikel zu Gemüte ziehen.</p>
<p>Einerseits bedeutet die Studie, dass die Regierung nicht ganz so ahnungslos sein kann, wie sie nach aussen den Eindruck vermittelt. Das ist ziemlich positiv. Interessant finde ich aber, dass die Studie nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Sie ist, wie so viele relevante Dokumente der letzten Zeit, über das Internet ge-&#8221;leakt&#8221;. Wünschenswert wäre also eine offensivere Informationspolitik der Regierung. </p>
<p><em>Update:</em> Norbert Rost weist mich auf <a href="http://peak-oil.com/peak-oil-studie-bundeswehr.php">seine Zusammenfassung der Studie</a> hin, die darauf abzielt, auch die möglichen Vorsorgemaßnahmen auf kommunaler Ebene darzustellen.</p>
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		<title>Afghanistan und die Medien</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 19:19:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Afghanistan-Krieg beschäftigt die Medien ja bereits eine Weile. Um genau zu sein, acht Jahre, denn so lange dauert der Krieg dort schon an. In den letzten Wochen gab es allerdings ein paar auffällige und interessante Entwicklungen in der Berichterstattung. Im Zentrum der Entwicklung steht wikileaks.org, eine Whistleblower-Webseite. Wie Ihr sicher mitbekommen habt, hat Wikileaks [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Afghanistan-Krieg beschäftigt die Medien ja bereits eine Weile. Um genau zu sein, acht Jahre, denn so lange dauert der Krieg dort schon an. In den letzten Wochen gab es allerdings ein paar auffällige und interessante Entwicklungen in der Berichterstattung. </p>
<p>Im Zentrum der Entwicklung steht wikileaks.org, eine Whistleblower-Webseite. Wie Ihr sicher mitbekommen habt, hat Wikileaks kürzlich <a href="http://wardiary.wikileaks.org/">75000 als geheim deklarierte Dokumente</a> veröffentlicht, die den Kriegsalltag in Afghanistan widerspiegeln. Dazu gibt es auf Wikileaks ein ebenfalls geheimes <a href="http://wikileaks.org/wiki/Collateral_Murder,_5_Apr_2010">Video</a>, das zeigt, wie Journalisten in Afghanistan von amerikanischen Soldaten &#8211; bitte entschuldigt die Wortwahl &#8211; abgeknallt werden.</p>
<p>Auch die deutsche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_bei_Kunduz">Kundus-Affäre</a> hat nicht gerade zur Popularität dieses Krieges beigetragen. Aus Gründen, über die man nur spekulieren kann, scheint der Afghanistan-Krieg jedoch für einige einflussreiche Leute (eventuell stammen diese aus der Rüstungs- oder Rohstoffindustrie) recht wichtig zu sein. Jedenfalls hat die CIA schon im März ein Dokument erarbeitet, wie man einer schwindenden Unterstützung des Krieges durch die deutsche und französische Bevölkerung entgegenwirken kann. Das beste an diesem Dokument ist, dass es ebenfalls auf <a href="http://file.wikileaks.org/file/cia-afghanistan.pdf">wikileaks gelandet</a> ist!</p>
<p>Der CIA weißt darin darauf hin, dass sich sowohl Obamas guter Ruf als auch insbesondere die Lage der afghanischen Frauen für Propagandazwecke nutzen lässt. Natürlich gibt es in Afghanistan neben den vielen Kriegsopfern, über die man eher ungern spricht, mehr als genug schreckliche Schicksale, die sich hierfür ausschlachten lassen. <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,710906,00.html">Heute berichtet der Spiegel</a> über die Ermordung einer schwangeren Witwe. Letzte Woche machte die Nachricht über ein <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,710301,00.html">verstümmeltes Mädchen</a> die Runde. Wie gesagt, diese Schicksale sind zweifellos schrecklich. Aber die Häufung dieser Art Nachrichten ist doch ziemlich auffällig.</p>
<p>Was bedeutet das für unseren Medienkonsum? Es bedeutet, dass es Organisationen gibt, die gezielt Meldungen platzieren, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Die Meldungen selbst sind dabei natürlich nicht falsch. Die Manipulation findet vielmehr durch die Auswahl und Aufmachung der jeweiligen Meldung statt. Selbstverständlich ist auch jedes Blog, meines inbegriffen, subjektiv gefärbt. Aber bei Blogs ist dies offensichtlich, während viele Leute die großen kommerziellen Medien für objektiv halten. Die Lehre, die wir ziehen sollten, lautet also, dass wir uns bei jeder Art Meldung, egal woher sie stammt, fragen müssen, inwieweit sie wirklich die ganze Wahrheit vermittelt.</p>
<p>Ach ja, die Medienschlacht tobt natürlich auch an anderen Fronten. Die Amerikaner (sogar die Demokraten) wollen wikileaks den <a href="http://www.nytimes.com/2010/08/04/us/04shield.html?_r=1">Informantenschutz entziehen</a>. Es darf schließlich keinesfalls sein, dass das gemeine Volk ungefiltert nachvollziehen kann, was in seinem Namen und mit seinem Geld so passiert.</p>
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		<title>Imperium Americanum</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/06/20/imperium_americanum/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 20:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade habe ich das Buch &#8220;Bekenntnisse eines Economic Hit Man&#8221; von John Perkins fertig gelesen. Naja, eigentlich habe ich die englische Fassung, aber vermutlich dort steht das gleiche drin&#8230; In dem Buch erzählt Herr Perkins von seiner Zeit als, wie er es leicht scherzhaft bezeichnet, Economic Hit Man, oder kurz EHM. Seine Aufgabe zwischen 1971 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade habe ich das Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442154243?ie=UTF8&#038;tag=florianscorne-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3442154243">&#8220;Bekenntnisse eines Economic Hit Man&#8221;</a> von John Perkins fertig gelesen. Naja, eigentlich habe ich die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0452287081?ie=UTF8&#038;tag=florianscorne-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0452287081">englische Fassung</a>, aber vermutlich dort steht das gleiche drin&#8230;</p>
<p>In dem Buch erzählt Herr Perkins von seiner Zeit als, wie er es leicht scherzhaft bezeichnet, Economic Hit Man, oder kurz EHM. Seine Aufgabe zwischen 1971 und 1981 bestand darin, die Durchsetzung amerikanischer Wirtschaftsinteressen weltweit zu unterstützen. Dies erreichten die EHM dadurch, dass sie in Schwellenländern gigantische Infrastrukturprojekte propagierten. Diese Projekte wurden natürlich von amerikanischen Unternehmen durchgeführt, die damit entsprechend riesige Gewinne einfuhren. </p>
<p>Ihr fragt euch vermutlich, wie sich die Schwellenländer solche Großprojekte leisten konnten. Ganz einfach, natürlich über Kredit! Natürlich waren diese Art Geschäfte nicht wirklich von Vorteil für die betroffenen Länder, die sich komplett überschuldeten. Allerdings profitierten die lokalen Führungseliten, denn die verdienten kräftig mit.</p>
<p>Herr Perkins und die anderen EHM sorgten damals dafür, dass das alles einen seriösen Anstrich bekam, indem sie extrem optimistische Prognosen über die positiven Effekte der Projekte erstellten. Dadurch konnten sich alle gegenseitig vorlügen, dass das Ganze zum Besten aller sei. Ein Effekt der Überschuldung war, dass sich die Länder in die Hand der Schuldner begaben, die dadurch weitere Zugeständnisse verlangen konnten, wie zum Beispiel die Ausbeutung von Rohstoffen durch amerikanische Unternehmen.</p>
<p>Es ging also darum, Macht und Einfluss des Imperium Americanum auszubauen. Der Vorteil dieses Vorgehens war, dass dies auf friedlichem Weg geschah. Man sollte nämlich nicht vergessen, dass damals der kalte Krieg tobte, und die Amerikaner deshalb nach nicht-militärischen Mitteln suchten, ihre Einflusssphäre auszubauen. Es ging also um die Interessen von Staat und Unternehmen gleichermaßen. Daher wurde, wie Herr Perkins berichtet, auch nicht lange gefackelt, wenn die EHM keinen Erfolg hatten. In diesem Fall wurden die Leute geschickt, die John Perkins &#8220;Schakale&#8221; nennt. Diese inszenierten dann &#8220;Unfälle&#8221; von unkooperativen Staatsoberhäuptern und ähnliches. </p>
<p>So weit ist das alles natürlich nichts spektakuär Neues. Was an dem Buch aber, neben der Kritik an diesem Vorgehen interessant ist, ist die Perspektive des Autors. Er beschreibt plausibel, wie man zu so einem Job kommt, ohne ungewöhnlich &#8220;böse&#8221; zu sein. Wie er sich einredete nichts Schlimmes zu tun, aber dann doch immer mehr von Selbstzweifeln zerfressen wurde. 1981 hat er deshalb seinen EHM-Job aufgegeben und <a href="http://www.johnperkins.org/">kämpft heute</a> gegen die Verquickung von staatlichen und Wirtschaftsinteressen. </p>
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		<title>Online-Demos</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 19:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche war ja für ein paar Tage Frau von der Leyen als neue Bundespräsidentin im Gespräch. Wie ihr vermutlich mitbekommen habt, ist ihr Name bei vielen Internet-Nutzern wegen ihrer populistischen Argumentation und Unzugänglichkeit gegenüber Sachargumenten in der Diskussion um Netzsperren verbrannt. Entsprechend überraschte es wenig, dass sich umgehend Widerstand im Netz gegen diese Nominierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche war ja für ein paar Tage Frau von der Leyen als neue Bundespräsidentin im Gespräch. Wie ihr vermutlich mitbekommen habt, ist ihr Name bei vielen Internet-Nutzern wegen ihrer populistischen Argumentation und Unzugänglichkeit gegenüber Sachargumenten in der Diskussion um Netzsperren verbrannt. Entsprechend überraschte es wenig, dass sich umgehend Widerstand im Netz gegen diese Nominierung formierte. Am auffälligsten in dieser Hinsicht war die Facebook-Gruppe <a href="http://www.facebook.com/home.php?#!/group.php?gid=122035707836075">&#8220;Zensursula &#8211; Not My President!&#8221;</a>. In dieser Gruppe fanden sich innerhalb von zwei Tagen über 20.000 User zusammen, um gegen die Entscheidung zu protestieren.</p>
<p>Aber was bringt so eine Online-Demonstration überhaupt? Dazu sollten wir uns die beiden Funktionen einer friedlichen Demonstration vergegenwärtigen. Die offensichtliche Funktion ist es, der Politik klar zu machen, dass ein Thema einer Bevölkerungsgruppe wichtig ist. Ob die Politik etwas aus dieser Erkenntnis macht, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Zudem tauchen Online-Demonstrationen nicht unbedingt auf dem politischen Radar auf, denn sie werden (zumindest von der älteren Generation an Politikern) nicht ernst genommen. </p>
<p>Es gibt jedoch noch eine zweite Funktion einer Demo, die vielleicht sogar wichtiger ist. Es wurde nämlich beispielsweise von allen Medien kolportiert, dass Frau von der Leyen in der Bevölkerung überaus beliebt sei. Wenn ein Kritiker solche Aussagen ständig vorgebetet bekommt, fühlt er sich mit seiner Meinung allein, verstummt, gerät in Selbstzweifel oder versucht seine Meinung anzupassen. Die Macht dieses gruppendynamischen Mechanismus ist gar nicht zu unterschätzen. Durch solche Rückkopplungen des einzelnen mit der ihn umgebenden Gruppe wird die Herausbildung gemeinsamer sozialer Normen vermutlich überhaupt erst möglich. </p>
<p>Eine Demonstration, egal, ob on- oder offline, zeigt dem einzelnen nun, dass er nicht alleine da steht und dass seine Meinung sozial akzeptabel ist. Dies bestärkt ihn in dieser Meinung, und führt dazu, dass er sie offensiver vertritt oder danach handelt. Auf diese Weise werden plötzlich Meinungen populär, die von den großen Medien nicht oder kaum unterstützt werden. Weil die großen Verlage fast alle zu noch größeren Konzernen mit eigenen Interessen gehören, ist dies selbstverständlich förderlich für die Meinungsvielfalt in Deutschland und damit für die Demokratie. Es ist also ganz klar zu bejahen, dass Online-&#8221;Demos&#8221; mit all ihren Schwächen doch etwas bringen.</p>
<p>Die Entscheidung, fiel übrigens aus einem ganz anderen Grund gegen Frau von der Leyen aus: die Union wollte <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,698548,00.html">keine zwei Frauen an der Spitze des Staates</a>&#8230;</p>
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		<title>Das dicke Ende des Long Tail</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/05/25/das_dicke_ende_des_long_tail/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 18:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht habt Ihr ja schon einmal den Begriff &#8220;Long Tail&#8221; gehört. Er geht auf einen Artikel im Online Magazin Wired aus dem Jahre 2004 zurück. Grob zusammengefasst, geht es dabei um Folgendes: Durch die Digitalisierung medialer Inhalte (Musik, Filme, Bücher), wird es immer einfacher und billiger, diese zu produzieren und &#8220;auf Lager&#8221; zu halten. Diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht habt Ihr ja schon einmal den Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Long_Tail">&#8220;Long Tail&#8221;</a> gehört. Er geht auf einen <a href="http://www.wired.com/wired/archive/12.10/tail.html">Artikel</a> im Online Magazin Wired aus dem Jahre 2004 zurück. Grob zusammengefasst, geht es dabei um Folgendes: Durch die Digitalisierung medialer Inhalte (Musik, Filme, Bücher), wird es immer einfacher und billiger, diese zu produzieren und &#8220;auf Lager&#8221; zu halten. Diese extreme Verbilligung führt, nach der Long-Tail-Theorie, dazu, dass plötzlich abseits des Mainstream Nischenprodukte bestehen können. Die Nischenprodukte haben zwar weniger Abnehmer, aber weil sie dem Online-Händler quasi keine Kosten verursachen, bleiben sie im Gegensatz zu früher im Angebot. Unsere Kultur wird dadurch vielfältiger.</p>
<p>So weit die Theorie. In der Praxis sieht es leider oft anders aus. Ebooks sind für den Long-Tail-Effekt zum Beispiel geradezu prädestiniert. Ein normales Buch ist recht aufwendig herzustellen und belegt eine Menge Platz, zumindest im Verhältnis zum Preis. Bei Ebooks fallen die teuren Produktions- und Lagerkosten quasi komplett weg. So lange ein Buch kein aufwendiges Layout mit zig Grafiken beinhaltet, dürfte seine Produktion als Ebook aus den ohnehin vorhandenen digitalen Daten dürfte trivial sein. Da letztes Jahr auf der Buchmesse Ebooks der letzte Schrei waren, dürfte man also erwarten, dass in der Zwischenzeit  ein gigantisches Angebot aufgebaut wurde. Doch aus irgendeinem Grund  ist es immer noch viel einfacher ein reales Buch zu kaufen als ein Ebook.</p>
<p>Das fängt schon bei englischsprachigen Titeln an. Diese werden meistens von Anbietern in den USA verkauft. Leider dürfen diese Anbieter aufgrund ihrer Lizenzen nicht nach Deutschland verkaufen. Und auch sonst scheint es oft vor allem Klärungsbedarf bei den Lizenzen zu geben. Immerhin ist ein Ebook kein gedrucktes Buch, und der Hersteller hat nicht unbedingt das Recht es als Ebook zu verlegen.</p>
<p>Bei der Klärung dieser Lizenzen kann es viele Verwicklungen geben. Der Autor könnte zum Beispiel in den 20 Jahren seit Erscheinen des Buchs verstorben oder verzogen sein. Für ein Nischenprodukt ist diese Art der Recherche mitsamt den darauf folgenden Verhandlungen um die Rechte vermutlich zu aufwendig. Also gibt es viele Sachen einfach gar nicht. Und damit findet der Long Tail sein jähes, dickes Ende.</p>
<p>Ganz schlimm scheint diese Problematik übrigens bei Dokumentarfilmen zu sein. In einem Dokumentarfilm werden oft Beiträge ganz unterschiedlicher Herlkunft verarbeitet. Da wird ein Ausschnitt aus einer Nachrichtensendung  eines TV-Senders eingeblendet, ein geografischer Dienst steuert eine Landkarte bei, und die Hintergrundmusik stammt von einer CD. Mit all diesen Rechteinhabern müssen bei der Produktion des Dokumentarfilms Verträge geschlossen werden. Jeder dieser Verträge sieht üblicherweise anders aus und bringt Einschränkungen mit sich. </p>
<p>Wenn nun 30 Jahre nach Herstellung des Films plötzlich eine neue Nutzung gewünscht ist, wie zum Beispiel den Film auf DVD herauszubringen, steht der Publisher vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Er muss in jedem einzelnen Fall herausbekommen, ob ihm die damals geschlossenen Verträge eine Veröffentlichung auf DVD erlauben, und wenn nicht, muss er herausbekommen, wer der jetzige Inhaber der Rechte ist, und mit diesem Verhandlungen führen. Das ist vermutlich kein Spass.</p>
<p>Ein Jura-Prof von der Harvard Uni hat einen <a href="http://www.tnr.com/article/the-love-culture">ausführlichen Artikel</a> verfasst, in dem er auf die absurden Blüten eingeht, zu denen diese rechtlichen Verstrickungen führen. Am härtesten ist, dass zum Teil Filme, die auf Zelluloid in irgendwelchen Archiven lagern, nicht auf ein anderes Medium kopiert werden können, weil es rechtlich schlicht nicht machbar ist. Die Filme sind also dem Verfall preisgegeben. Und damit stirbt ein Teil unseres kulturellen Gedächtnisses. </p>
<p>Aber der Mann wäre kein Rechts-Professor, wenn er nicht Ideen zur Lösung hätte. Er schlägt eine Modernisierung des Copyrights vor, die die Interessen der Allgemeinheit besser berücksichtigen soll. So schlägt er zum Beispiel vor, dass Register eingerichtet werden, in die sich Rechteinhaber nach einer gewissen Zeit eintragen müssen, wenn sie weiterhin Ansprüche an ihren Werken geltend machen wollen. Dadurch soll die schwierige Suche nach den Inhabern erleichtert werden. Zudem soll es Einschränkungen bei der Vertragsgestaltung geben, damit zum Beispiel wenigstens Kopien zu Archivierungszwecken erlaubt sind.</p>
<p>Es wäre also mal an der Zeit, das Thema Urheberechte abseits des üblichen Geschreis der Lobbyisten um Raubkopien und Co zu behandeln. Mal schauen, ob es jemand tut.</p>
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		</item>
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		<title>Spieglein an der Wand</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 18:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt interessante Neuigkeiten aus der Welt der Medien. Allmählich scheint die Öffentlichkeit aufzuwachen, was das Ausmaß der Krise und die Beweggründe hinter den sogenannten Gegenmaßnahmen betrifft. Der Spiegel veröffentlichte zum Beispiel gestern ein lesenswertes Interview mit dem ehemaligen Bundesbankchef Karl Otto Pöhl. Folgende Erkenntnis Pöhls ist nicht wirklich neu: SPIEGEL: Die Bundesregierung versichert, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt interessante Neuigkeiten aus der Welt der Medien. Allmählich scheint die Öffentlichkeit aufzuwachen, was das Ausmaß der Krise und die Beweggründe hinter den sogenannten Gegenmaßnahmen betrifft.<br />
Der Spiegel veröffentlichte zum Beispiel gestern <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,695153,00.html">ein lesenswertes Interview</a> mit dem ehemaligen Bundesbankchef Karl Otto Pöhl.</p>
<p>Folgende Erkenntnis Pöhls ist nicht wirklich neu:</p>
<blockquote><p>
SPIEGEL: Die Bundesregierung versichert, dass sowohl das Rettungspaket für Griechenland wie auch das für die übrigen Staaten alternativlos waren.<br />
&#8230;<br />
Pöhl: Das glaube ich nicht. Ich glaube, es ging um etwas ganz anderes.<br />
SPIEGEL: Nämlich?<br />
Pöhl: Es ging darum, die deutschen, vor allem aber die französischen Banken vor Abschreibungen zu bewahren. Französischen Bankaktien sind am Tag, als das Paket verabschiedet wurde, um bis zu 24 Prozent gestiegen. Daran sieht man, worum es wirklich geht, nämlich um die Rettung der Banken und der reichen Griechen.
</p></blockquote>
<p>Neu ist vielmehr, dass sich eine renommierte Persönlichkeit im bekanntesten deutschen Nachrichtenmagazin so äussert. Noch vor wenigen Wochen konnte man derartiges nur bei, in den Augen der breiten Öffentlichkeit, obskuren Verschwörungstheoretikern im Internet nachlesen.</p>
<p>Herr Pöhl legt aber noch eines drauf.</p>
<blockquote><p>
SPIEGEL: Kann es sein, dass die Politik den angeblichen Angriff der Spekulanten nur erfunden hat, um eine Legitimation für den Bruch des Lissabon-Vertrags und die EZB-Satzung zu haben?<br />
Pöhl: Natürlich, das ist möglich. Es ist sogar plausibel.
</p></blockquote>
<p>Damit trifft er meiner Ansicht nach genau ins Schwarze. Die Spekulantenthese ist eine gezielte Ablenkungsstrategie, die der Suche nach einem geeigneten Sündenbock dient. Spekulation ist ein Symptom, nicht die Ursache der Misere. Aber sogar der Ursache kommt der Spiegel in <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,695286,00.html">einem anderen Artikel</a> nahe:</p>
<blockquote><p>
Die Wirtschaftswissenschaft hält bislang keine Rezepte bereit, wie denn eine Wirtschaft mit weniger oder gar keinem Wachstum funktionieren könnte; die Professoren sind dem Dogma des steten Zuwachses genauso verfallen wie Politiker und Unternehmer.
</p></blockquote>
<p>Das ist genau das, was ich für den wahren Knackpunkt halte, wie euch sicher bereits aufgefallen ist (sofern Ihr ab und zu mal in mein Blog hereinschaut). </p>
<p>Auf der eines Seite ist es äusserst positiv, dass die Mainstream-Presse endlich beginnt zu thematisieren, wie tief unsere Probleme wirklich gehen. Denn ohne eine informierte Öffentlichkeit wird sich nichts bessern können. Auf der anderen Seite birgt die Tatsache, dass es vermutlich keine einfache Lösungsmöglichkeit gibt, erhebliches Pessimismuspotential. Da die Stimmungslage der Nation mit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation gekoppelt ist (und das nicht zwingend linear), könnte die Aufklärung der breiten Masse zu interessanten Turbulenzen in allen möglichen Bereichen führen.</p>
<p>Auch hiervon hat der Spiegel eine Vorahnung:</p>
<blockquote><p>
Jahre harter Verteilungskämpfe stehen uns bevor, und womöglich eine schwere Belastung des demokratischen Systems.
</p></blockquote>
<p>Eines solltet Ihr aber trotz aller hier geschürten Paranoia bedenken. Dass alles in Bewegung gerät, bietet mit Sicherheit auch einmalige Chancen, vieles zu verändern und zu verbessern &#8211; im Kleinen wie vielleicht auch im Großen. Wir sollten nach diesen Chancen Ausschau halten und sie ergreifen.</p>
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		<title>Cold Turkey</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 20:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So. Nachdem ich nun wohlbehalten aus der Türkei zurück bin, habe ich mich entschlossen, einen Beitrag mit obigem Titel zu schreiben. Es dreht sich dabei natürlich nicht um die kühlen Wetterverhältnisse, die die Reisegruppe in den ersten Tagen der Reise in Istanbul erlebte. Oder um eine andere Episode auf der durchweg erbaulichen Reise. Nein, es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So. Nachdem ich nun wohlbehalten aus der Türkei zurück bin, habe ich mich entschlossen, einen Beitrag mit obigem Titel zu schreiben. Es dreht sich dabei natürlich nicht um die kühlen Wetterverhältnisse, die die Reisegruppe in den ersten Tagen der Reise in Istanbul erlebte. Oder um eine andere Episode auf der durchweg erbaulichen Reise. Nein, es geht um etwas ganz anderes.</p>
<p>Wie Ihr sicher mitbekommen habt, haben unsere geliebten EU-Finanzminister ein Rettungspaket für strauchelnde Euro-Staaten im Umfang von 750 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Gleichzeitig bricht die europäische Zentralbank EZB ihre Prinzipien, und <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/euro-rettungspaket-ankauf-von-staatsanleihen-spaltet-die-ezb-spitze;2578932">kauft, an der Geld-Quelle sitzend, Staatsanleihen gefährdeter Staaten</a>. Damit sind die Würfel in die Richtung gefallen, die ich schon vor einer Weile <a href="http://www.galois.de/2010/02/15/inflation-oder-deflation/">aus ganz anderen Erwägungen heraus</a> vermutet habe: langfristig kommt die Inflation.</p>
<p>Denn jetzt heisst es alles oder nichts. Wir können es uns schlicht nicht leisten die 750 Mrd zu verlieren. Das heisst, im Zweifel wird neues Geld hinterhergeworfen werden. Und damit sind wir auch schon beim <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cold_turkey">Cold Turkey</a>.<br />
Dabei handelt es sich, wie ihr vielleicht wisst, um einen umgangssprachlichen Ausdruck für harten Drogenentzug. Ein Süchtiger tut fast alles, um sich davor zu schützen. Unsere Gesellschaft verhält sich genau so, nur dass unsere Drogen Kredit und Wachstum heissen. Was bei Entzug passiert, konntet Ihr ja bei den Unruhen in Griechenland bequem vom Fernseher aus beobachten.</p>
<p>Die weitere Ausweitung der Krise war <a href="http://www.galois.de/2009/12/31/ausblick-auf-2010/">durchaus zu erwarten</a>. Denn substantielles, reales Wachstum wird zur Ausnahmeerscheinung in einer Welt, die ihre Resourcen bis zum Maximum ausnutzt. Lasst euch da nichts vormachen und nicht etwa irgendwelche Spekulanten als Sündenböcke auftischen. Wir brauchen mittelfristig grundlegende Reformen in unserer Art zu wirtschaften, und keine gigantischen Heftpflaster oder gar Methadon. Sonst kommt der nächste, noch größere Knall so sicher wie das Amen in der Kirche. Nur die Politik will die Realität, genau wie der Drogensüchtige, nicht wahrhaben und echte Konsequenzen ziehen.</p>
<p>Zudem habe ich bisher noch keinen rundum überzeugenden Vorschlag gesehen, wie wir unsere Wirtschaft besser organisieren können. Aber ich suche, und ihr solltet das auch tun. Manchmal kommt es nämlich durchaus vor, dass Leute wie Du und ich weniger betriebsblind sind, als die &#8220;Experten&#8221;.</p>
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		<title>Die Fifa&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 19:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; ist ja auch lustig. Jetzt wollen die zur WM das Public-Viewing untersagen. Das ist natürlich verständlich. Die letze WM war immerhin ein Fiasko für den deutschen Fusssball. Denkt doch mal zurück. Millionen von Fans hatten sich spontan zum Feiern getroffen, ohne dass sie dies bei der Fifa angemeldet hätten. Und schon gar nicht haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; ist ja auch lustig. Jetzt wollen die zur WM <a href="http://www.ftd.de/sport/wm2010/:fussball-wm-fifa-verbietet-public-viewing/50104424.html">das Public-Viewing untersagen</a>. Das ist natürlich verständlich. Die letze WM war immerhin ein Fiasko für den deutschen Fusssball. Denkt doch mal zurück.</p>
<p>Millionen von Fans hatten sich spontan zum Feiern getroffen, ohne dass sie dies bei der Fifa angemeldet hätten. Und schon gar nicht haben die Fans für dieses Privileg einen angemessenen Obolus an die Sportfunktionäre überwiesen. So kann und darf das natürlich nicht weitergehen. Unreguliertes Vergnügen würde schließlich dem Geist des Profifußballs diametral widersprechen. Weiter so, Fifa!</p>
<p>PS: Solltet Ihr in diesem Artikel einen Hauch von Ironie finden, so dürft Ihr ihn selbstverständlich gerne behalten.</p>
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		<title>Ausblick auf 2010</title>
		<link>http://www.galois.de/2009/12/31/ausblick-auf-2010/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 16:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Für den Fall, dass Ihr das neue Jahr mit einem Übermaß an guter Laune beginnt, und Ihr einen Dämpfer benötigt, um euren verkaterten Mitmenschen nicht allzu sehr damit auf die Nerven zu gehen, habe ich einen Ausblick auf 2010 für euch ausgegraben. In diesem Ausblick fasst James Howard Kunstler die verschiedenen Aspekte der Krise zusammen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für den Fall, dass Ihr das neue Jahr mit einem Übermaß an guter Laune beginnt, und Ihr einen Dämpfer benötigt, um euren verkaterten Mitmenschen nicht allzu sehr damit auf die Nerven zu gehen, habe ich einen <a href="http://kunstler.com/blog/2009/12/forecast-2010.html">Ausblick auf 2010</a> für euch ausgegraben. </p>
<p>In diesem Ausblick fasst James Howard Kunstler die verschiedenen Aspekte der Krise zusammen, die uns in naher Zukunft beschäftigen werden. Nur kurz zur Erinnerung: In den letzten beiden Jahren hatten wir eine Subprime-Krise, die sich zunächst zur Kreditkrise, dann von der Bankenkrise zu einer Finanzkrise und schliesslich zu einer Wirtschaftskrise auswuchs. Desweiteren hatten wir eine Lebensmittelkrise und eine Ölkrise (zumindest in preislicher Hinsicht). Herr Kunstler führt das ganze einen Schritt weiter, und zeigt, wie diese Teil-Krisen zusammenhängen, und wie sie sich 2010 entwickeln könnten. </p>
<p>Im Wesentlichen läuft es darauf hinaus, dass sich die Rahmenbedingungen für die Gesellschaft geändert haben und Wachstum als Allheilmittel nicht mehr funktionieren wird. So lange die Gesellschaft sich nicht neu erfindet und darauf einstellt, sondern die wahren Herausforderungen verleugnet, dürfte sich die Krise weiterhin in neue Bereiche ausdehnen. Herr Kunstler spricht etwa von Regierungskrisen und politischer Instabillität.</p>
<p>Nun denn, ich merke gerade, dass man auch bei durchwachsenen Aussichen durchaus guter Laune sein kann. In diesem Sinne, rutscht mal gut ins neue Jahr!</p>
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