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	<title>Flo's Corner &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Das Leben im Vorbeiflug</description>
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		<title>Die Bundeswehr und die Energiekrise</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 18:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Spiegel online verlinkt heute eine Studie der Bundeswehr zum Thema Peak Oil. Wie Ihr als eifrige Leser dieses Blogs sicher noch wisst, geht es bei Peak Oil darum, dass das Angebot an bezahlbarem Erdöl eines Tages zurückgehen muss, weil die billig zu erschließenden Quellen allmählich erschöpfen. Wegen er herausragenden Bedeutung von Erdöl als Rohstoff und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,714878,00.html">Spiegel online</a> verlinkt heute <a href="http://peak-oil.com/download/Peak%20Oil.%20Sicherheitspolitische%20Implikationen%20knapper%20Ressourcen%2011082010.pdf">eine Studie der Bundeswehr</a> zum Thema Peak Oil. Wie Ihr als eifrige Leser dieses Blogs sicher noch wisst, geht es bei Peak Oil darum, dass das Angebot an bezahlbarem Erdöl eines Tages zurückgehen muss, weil die billig zu erschließenden Quellen allmählich erschöpfen. </p>
<p>Wegen er herausragenden Bedeutung von Erdöl als Rohstoff und Energieträger wird dies gravierende Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft und die gesamte Gesellschaft haben. In der Studie werden nun die möglichen Auswirkungen insbesondere auf Deutschland analysiert. Die Studie erscheint mir recht ausgewogen zu sein (ich habe sie bis jetzt nur überflogen). Wenn Ihr eine Kurzzusammenfassung lesen möchtet, sollltet Ihr euch den oben verlinkten Spiegel-Artikel zu Gemüte ziehen.</p>
<p>Einerseits bedeutet die Studie, dass die Regierung nicht ganz so ahnungslos sein kann, wie sie nach aussen den Eindruck vermittelt. Das ist ziemlich positiv. Interessant finde ich aber, dass die Studie nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Sie ist, wie so viele relevante Dokumente der letzten Zeit, über das Internet ge-&#8221;leakt&#8221;. Wünschenswert wäre also eine offensivere Informationspolitik der Regierung. </p>
<p><em>Update:</em> Norbert Rost weist mich auf <a href="http://peak-oil.com/peak-oil-studie-bundeswehr.php">seine Zusammenfassung der Studie</a> hin, die darauf abzielt, auch die möglichen Vorsorgemaßnahmen auf kommunaler Ebene darzustellen.</p>
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		<title>Imperium Americanum</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 20:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade habe ich das Buch &#8220;Bekenntnisse eines Economic Hit Man&#8221; von John Perkins fertig gelesen. Naja, eigentlich habe ich die englische Fassung, aber vermutlich dort steht das gleiche drin&#8230; In dem Buch erzählt Herr Perkins von seiner Zeit als, wie er es leicht scherzhaft bezeichnet, Economic Hit Man, oder kurz EHM. Seine Aufgabe zwischen 1971 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade habe ich das Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442154243?ie=UTF8&#038;tag=florianscorne-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3442154243">&#8220;Bekenntnisse eines Economic Hit Man&#8221;</a> von John Perkins fertig gelesen. Naja, eigentlich habe ich die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0452287081?ie=UTF8&#038;tag=florianscorne-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0452287081">englische Fassung</a>, aber vermutlich dort steht das gleiche drin&#8230;</p>
<p>In dem Buch erzählt Herr Perkins von seiner Zeit als, wie er es leicht scherzhaft bezeichnet, Economic Hit Man, oder kurz EHM. Seine Aufgabe zwischen 1971 und 1981 bestand darin, die Durchsetzung amerikanischer Wirtschaftsinteressen weltweit zu unterstützen. Dies erreichten die EHM dadurch, dass sie in Schwellenländern gigantische Infrastrukturprojekte propagierten. Diese Projekte wurden natürlich von amerikanischen Unternehmen durchgeführt, die damit entsprechend riesige Gewinne einfuhren. </p>
<p>Ihr fragt euch vermutlich, wie sich die Schwellenländer solche Großprojekte leisten konnten. Ganz einfach, natürlich über Kredit! Natürlich waren diese Art Geschäfte nicht wirklich von Vorteil für die betroffenen Länder, die sich komplett überschuldeten. Allerdings profitierten die lokalen Führungseliten, denn die verdienten kräftig mit.</p>
<p>Herr Perkins und die anderen EHM sorgten damals dafür, dass das alles einen seriösen Anstrich bekam, indem sie extrem optimistische Prognosen über die positiven Effekte der Projekte erstellten. Dadurch konnten sich alle gegenseitig vorlügen, dass das Ganze zum Besten aller sei. Ein Effekt der Überschuldung war, dass sich die Länder in die Hand der Schuldner begaben, die dadurch weitere Zugeständnisse verlangen konnten, wie zum Beispiel die Ausbeutung von Rohstoffen durch amerikanische Unternehmen.</p>
<p>Es ging also darum, Macht und Einfluss des Imperium Americanum auszubauen. Der Vorteil dieses Vorgehens war, dass dies auf friedlichem Weg geschah. Man sollte nämlich nicht vergessen, dass damals der kalte Krieg tobte, und die Amerikaner deshalb nach nicht-militärischen Mitteln suchten, ihre Einflusssphäre auszubauen. Es ging also um die Interessen von Staat und Unternehmen gleichermaßen. Daher wurde, wie Herr Perkins berichtet, auch nicht lange gefackelt, wenn die EHM keinen Erfolg hatten. In diesem Fall wurden die Leute geschickt, die John Perkins &#8220;Schakale&#8221; nennt. Diese inszenierten dann &#8220;Unfälle&#8221; von unkooperativen Staatsoberhäuptern und ähnliches. </p>
<p>So weit ist das alles natürlich nichts spektakuär Neues. Was an dem Buch aber, neben der Kritik an diesem Vorgehen interessant ist, ist die Perspektive des Autors. Er beschreibt plausibel, wie man zu so einem Job kommt, ohne ungewöhnlich &#8220;böse&#8221; zu sein. Wie er sich einredete nichts Schlimmes zu tun, aber dann doch immer mehr von Selbstzweifeln zerfressen wurde. 1981 hat er deshalb seinen EHM-Job aufgegeben und <a href="http://www.johnperkins.org/">kämpft heute</a> gegen die Verquickung von staatlichen und Wirtschaftsinteressen. </p>
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		<title>Spieglein an der Wand</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 18:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt interessante Neuigkeiten aus der Welt der Medien. Allmählich scheint die Öffentlichkeit aufzuwachen, was das Ausmaß der Krise und die Beweggründe hinter den sogenannten Gegenmaßnahmen betrifft. Der Spiegel veröffentlichte zum Beispiel gestern ein lesenswertes Interview mit dem ehemaligen Bundesbankchef Karl Otto Pöhl. Folgende Erkenntnis Pöhls ist nicht wirklich neu: SPIEGEL: Die Bundesregierung versichert, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt interessante Neuigkeiten aus der Welt der Medien. Allmählich scheint die Öffentlichkeit aufzuwachen, was das Ausmaß der Krise und die Beweggründe hinter den sogenannten Gegenmaßnahmen betrifft.<br />
Der Spiegel veröffentlichte zum Beispiel gestern <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,695153,00.html">ein lesenswertes Interview</a> mit dem ehemaligen Bundesbankchef Karl Otto Pöhl.</p>
<p>Folgende Erkenntnis Pöhls ist nicht wirklich neu:</p>
<blockquote><p>
SPIEGEL: Die Bundesregierung versichert, dass sowohl das Rettungspaket für Griechenland wie auch das für die übrigen Staaten alternativlos waren.<br />
&#8230;<br />
Pöhl: Das glaube ich nicht. Ich glaube, es ging um etwas ganz anderes.<br />
SPIEGEL: Nämlich?<br />
Pöhl: Es ging darum, die deutschen, vor allem aber die französischen Banken vor Abschreibungen zu bewahren. Französischen Bankaktien sind am Tag, als das Paket verabschiedet wurde, um bis zu 24 Prozent gestiegen. Daran sieht man, worum es wirklich geht, nämlich um die Rettung der Banken und der reichen Griechen.
</p></blockquote>
<p>Neu ist vielmehr, dass sich eine renommierte Persönlichkeit im bekanntesten deutschen Nachrichtenmagazin so äussert. Noch vor wenigen Wochen konnte man derartiges nur bei, in den Augen der breiten Öffentlichkeit, obskuren Verschwörungstheoretikern im Internet nachlesen.</p>
<p>Herr Pöhl legt aber noch eines drauf.</p>
<blockquote><p>
SPIEGEL: Kann es sein, dass die Politik den angeblichen Angriff der Spekulanten nur erfunden hat, um eine Legitimation für den Bruch des Lissabon-Vertrags und die EZB-Satzung zu haben?<br />
Pöhl: Natürlich, das ist möglich. Es ist sogar plausibel.
</p></blockquote>
<p>Damit trifft er meiner Ansicht nach genau ins Schwarze. Die Spekulantenthese ist eine gezielte Ablenkungsstrategie, die der Suche nach einem geeigneten Sündenbock dient. Spekulation ist ein Symptom, nicht die Ursache der Misere. Aber sogar der Ursache kommt der Spiegel in <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,695286,00.html">einem anderen Artikel</a> nahe:</p>
<blockquote><p>
Die Wirtschaftswissenschaft hält bislang keine Rezepte bereit, wie denn eine Wirtschaft mit weniger oder gar keinem Wachstum funktionieren könnte; die Professoren sind dem Dogma des steten Zuwachses genauso verfallen wie Politiker und Unternehmer.
</p></blockquote>
<p>Das ist genau das, was ich für den wahren Knackpunkt halte, wie euch sicher bereits aufgefallen ist (sofern Ihr ab und zu mal in mein Blog hereinschaut). </p>
<p>Auf der eines Seite ist es äusserst positiv, dass die Mainstream-Presse endlich beginnt zu thematisieren, wie tief unsere Probleme wirklich gehen. Denn ohne eine informierte Öffentlichkeit wird sich nichts bessern können. Auf der anderen Seite birgt die Tatsache, dass es vermutlich keine einfache Lösungsmöglichkeit gibt, erhebliches Pessimismuspotential. Da die Stimmungslage der Nation mit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation gekoppelt ist (und das nicht zwingend linear), könnte die Aufklärung der breiten Masse zu interessanten Turbulenzen in allen möglichen Bereichen führen.</p>
<p>Auch hiervon hat der Spiegel eine Vorahnung:</p>
<blockquote><p>
Jahre harter Verteilungskämpfe stehen uns bevor, und womöglich eine schwere Belastung des demokratischen Systems.
</p></blockquote>
<p>Eines solltet Ihr aber trotz aller hier geschürten Paranoia bedenken. Dass alles in Bewegung gerät, bietet mit Sicherheit auch einmalige Chancen, vieles zu verändern und zu verbessern &#8211; im Kleinen wie vielleicht auch im Großen. Wir sollten nach diesen Chancen Ausschau halten und sie ergreifen.</p>
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		<title>Cold Turkey</title>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 20:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[So. Nachdem ich nun wohlbehalten aus der Türkei zurück bin, habe ich mich entschlossen, einen Beitrag mit obigem Titel zu schreiben. Es dreht sich dabei natürlich nicht um die kühlen Wetterverhältnisse, die die Reisegruppe in den ersten Tagen der Reise in Istanbul erlebte. Oder um eine andere Episode auf der durchweg erbaulichen Reise. Nein, es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So. Nachdem ich nun wohlbehalten aus der Türkei zurück bin, habe ich mich entschlossen, einen Beitrag mit obigem Titel zu schreiben. Es dreht sich dabei natürlich nicht um die kühlen Wetterverhältnisse, die die Reisegruppe in den ersten Tagen der Reise in Istanbul erlebte. Oder um eine andere Episode auf der durchweg erbaulichen Reise. Nein, es geht um etwas ganz anderes.</p>
<p>Wie Ihr sicher mitbekommen habt, haben unsere geliebten EU-Finanzminister ein Rettungspaket für strauchelnde Euro-Staaten im Umfang von 750 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Gleichzeitig bricht die europäische Zentralbank EZB ihre Prinzipien, und <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/euro-rettungspaket-ankauf-von-staatsanleihen-spaltet-die-ezb-spitze;2578932">kauft, an der Geld-Quelle sitzend, Staatsanleihen gefährdeter Staaten</a>. Damit sind die Würfel in die Richtung gefallen, die ich schon vor einer Weile <a href="http://www.galois.de/2010/02/15/inflation-oder-deflation/">aus ganz anderen Erwägungen heraus</a> vermutet habe: langfristig kommt die Inflation.</p>
<p>Denn jetzt heisst es alles oder nichts. Wir können es uns schlicht nicht leisten die 750 Mrd zu verlieren. Das heisst, im Zweifel wird neues Geld hinterhergeworfen werden. Und damit sind wir auch schon beim <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cold_turkey">Cold Turkey</a>.<br />
Dabei handelt es sich, wie ihr vielleicht wisst, um einen umgangssprachlichen Ausdruck für harten Drogenentzug. Ein Süchtiger tut fast alles, um sich davor zu schützen. Unsere Gesellschaft verhält sich genau so, nur dass unsere Drogen Kredit und Wachstum heissen. Was bei Entzug passiert, konntet Ihr ja bei den Unruhen in Griechenland bequem vom Fernseher aus beobachten.</p>
<p>Die weitere Ausweitung der Krise war <a href="http://www.galois.de/2009/12/31/ausblick-auf-2010/">durchaus zu erwarten</a>. Denn substantielles, reales Wachstum wird zur Ausnahmeerscheinung in einer Welt, die ihre Resourcen bis zum Maximum ausnutzt. Lasst euch da nichts vormachen und nicht etwa irgendwelche Spekulanten als Sündenböcke auftischen. Wir brauchen mittelfristig grundlegende Reformen in unserer Art zu wirtschaften, und keine gigantischen Heftpflaster oder gar Methadon. Sonst kommt der nächste, noch größere Knall so sicher wie das Amen in der Kirche. Nur die Politik will die Realität, genau wie der Drogensüchtige, nicht wahrhaben und echte Konsequenzen ziehen.</p>
<p>Zudem habe ich bisher noch keinen rundum überzeugenden Vorschlag gesehen, wie wir unsere Wirtschaft besser organisieren können. Aber ich suche, und ihr solltet das auch tun. Manchmal kommt es nämlich durchaus vor, dass Leute wie Du und ich weniger betriebsblind sind, als die &#8220;Experten&#8221;.</p>
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		<title>Würzburger Gold</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/04/12/wurzburger-gold/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 19:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Abwechslung habe ich mal eine gute Nachricht, zumindest für Würzburg-Fans wie mich. Das Bundesfinanzministerium gibt nämlich eine Goldmünze mit der Würzburger Residenz als Motiv heraus. Der Kostenpunkt dürfte so um die 500 Euronen liegen (Materialwert+25 Euro Aufschlag). Das ist zweieinhalb mal so teuer, als die erste deutsche 100-Euro-Goldmünze im Jahr 2002 kostete. Aber wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Abwechslung habe ich mal eine gute Nachricht, zumindest für Würzburg-Fans wie mich. Das Bundesfinanzministerium gibt nämlich eine <a href="http://www.deutsche-sammlermuenzen.de/bmf/shop/templates/kategorieseiten/goldmuenzen_static_100.jhtml?id=cat150002&#038;navAction=jump&#038;navCount=9">Goldmünze mit der Würzburger Residenz</a> als Motiv heraus. </p>
<p>Der Kostenpunkt dürfte so um die 500 Euronen liegen (Materialwert+25 Euro Aufschlag). Das ist zweieinhalb mal so teuer, als <a href="http://www.deutsche-sammlermuenzen.de/bmf/informationen/muenzgalerie/100_200EurGold/index2002.jhtml?id=cat10025&#038;navAction=jump">die erste deutsche 100-Euro-Goldmünze im Jahr 2002</a> kostete. Aber wir hatten in der Zwischenzeit ja auch eine kleine Finanzkrise. Gold hat keinen besonders hohen Gebrauchswert &#8211; es wird hauptsächlich für Schmuck und zur Geldanlage genutzt. Und für beide Anwendungen ist der Preis, der gezahlt wird, rein subjektiv. Von daher kann ich euch leider nicht sagen, ob so eine Münze eine gute Investition darstellt. Der Preis könnte zum 2002er Niveau zurückkehren. Oder wir ertrinken bald in den bunten Papierschnipseln, die zur Bekämpfung der Schuldenkrisen in Südeuropa eingesetzt werden. In diesem Fall kann der Preis (in Papierschnipseln gemessen) nahezu beliebig steigen. Man weiß es einfach nicht. Aber wenn ihr sonst nichts in der Richtung besitzt, und ihr euer Geld ohnehin irgendwo auf einem Tagesgeldkonto bunkert, ist die Münze vermutlich eine Überlegung wert. Das schlimmste was passieren kann wäre immerhin, dass ihr das Teil eines Tages euren Enkeln zeigt, und einen Schwank darüber erzählt, wie ihr damals, während der Großen Finanzkrise, 300 Euro in den Sand gesetzt habt, als ihr die Münze genau zum Allzeithoch des Goldpreises gekauft habt. Sh*t happens.</p>
<p>Achso, ja, ein kleiner Hinweis wäre noch wichtig, solltet ihr euch für die Münze interessieren. Die <a href="http://www.deutsche-sammlermuenzen.de/bmf/kontakt/index.jhtml?bestellung=gm100">Bestellfunktion</a> der Verkaufsstelle für Sammlermünzen ist, wie es sich für eine ordentliche Behördenwebseite ziemt, ein wenig vorsintflutlich. Man kann die 100-Euro Münzen darüber auch im Abo erwerben, also schreibt sicherheitshalber dazu, dass Ihr nur das Würzburger Exemplar wollt.</p>
<p>Apropos deutsches Gold. Wusstet Ihr eigentlich, dass die Bundesbank den größten Teil ihrer Goldreserven <a href="http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/finanzkrise-wo-ist-unser-gold_aid_338834.html">in New York liegen hat</a>?</p>
<p><em>PS: euch ist sicher klar, dass mein Blog keine Investmentberatung darstellt, und ihr daher alles was ihr aufgrund der dort vorgefundenen Infos unternehmt, auf eigenes Risiko tut&#8230;</em></p>
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		<title>Mehr von der Öl-Front</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 19:35:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein letzter Artikel ist jetzt über zwei Wochen alt. Es ist also Zeit, das Blog mal wieder zu beleben. Ich war in der Zwischenzeit nämlich keineswegs untätig. Ich habe mich noch ein wenig mit der Erdöl-Thematik beschäftigt. Zum einen war da das Buch von James Howard Kunstler, &#8220;The Long Emergency&#8221;. Es wurde 2005 geschrieben, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein <a href="http://www.galois.de/2010/03/16/eine-endliche-geschichte/">letzter Artikel</a> ist jetzt über zwei Wochen alt. Es ist also Zeit, das Blog mal wieder zu beleben. Ich war in der Zwischenzeit nämlich keineswegs untätig. Ich habe mich noch ein wenig mit der Erdöl-Thematik beschäftigt. Zum einen war da das Buch von James Howard Kunstler, <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0802142494?ie=UTF8&#038;tag=florianscorne-21&#038;link_code=as3&#038;camp=2514&#038;creative=9386&#038;creativeASIN=0802142494">&#8220;The Long Emergency&#8221;</a>. Es wurde 2005 geschrieben, und beschäftigt sich mit der Abhängigkeit Amerikas vom Erdöl in allen ihren Facetten. Da es hauptsächlich um Amerika geht, ist natürlich nicht alles 1:1 auf Europa übertragbar, aber nichtsdestotrotz befinden wir uns in einer ähnlichen Situation. </p>
<p>Herr Kunstler behandelt in seinem Buch alles, von der Geschichte dieser Abhängigkeit bis zu ihren Folgen. Und die Folgen sind leider nicht wirklich schön. Neben dem Klimawandel dürfte uns nämlich &#8220;Peak Oil&#8221; bevorstehen, wenn wir es nicht schon überschritten haben. Peak Oil bezeichnet den Zeitpunkt, an dem die weltweite Ölfördermenge ihren Höhepunkt erreicht hat. Das leicht zu fördernde Öl ist dann verbrannt, und die Menschheit muss sich mit den schwieriger zu fördernden Resten begnügen. </p>
<p>Dadurch dass die Reste schwieriger zu fördern ist, wird Öl zum einen teurer, zum anderen geht die Fördermenge zurück. Dies läßt sich in fast allen Förderländern beobachten. Mexiko war schon ein Thema dieses Blogs. Die Briten mit ihrem Nordseeöl sind sogar unter die Ölimporteure gegangen, da die eigene Förderung nicht mehr ausreicht. Nur einige Staaten (vorwiegend die Saudis und Co) können bis jetzt noch ihre Förderkapazität halten oder sogar leicht ausweiten. Aber in nicht allzu ferner Zukunft werden auch diese Staaten den Rückgang der Förderkapazitäten im Rest der Welt nicht mehr abfedern können. Dann sinkt die weltweite Fördermenge. Und mit ihr schrumpft die Weltwirtschaft. Und, wie wir alle inzwischen gelernt haben, führt fehlendes Wachstum, ganz zu schweigen von einer dauerhaften Schrumpfung, in unserer Form des Kapitalismus zu einer ernsthaften Krise. </p>
<p>Herr Kunstler liefert einen Hinweis, warum es zudem schwierig sein dürfte, den Ausfall an Energie durch technischen oder gesellschaftlichen Fortschritt komplett zu kompensieren. Hier kommt nämlich die Physik ins Spiel. Laut den Gesetzen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thermodynamik">Thermodynamik</a> nimmt nämlich in jedem System die Entropie, welche ein Maß für &#8220;Unordnung&#8221; ist, ständig zu, sofern nicht genügend neue, nutzbare Energie, von außen zugeführt wird. Und, abgesehen von Kernenergie, ist die Sonne die einzige Energiequelle der Erde. Die Sonnenenergie manifestiert sich in verschiedensten Formen: Wind wird durch Temperaturunterschiede ausgelöst, Pflanzen wachsen durch Photosynthese, Wasserkraft wird erst durch Regen ermöglicht, welcher wiederum Verdunstung durch die Sonne benötigt. </p>
<p>Auch die fossilen Energien sind als Überreste urzeitlicher Lebewesen nichts weiter als in Millionen von Jahren konzentriertes Sonnenlicht. Diese gespeicherte Energie haben wir dazu genutzt, unser aktuelles, globalisiertes, komplexes, und damit hochgeordnetes System aufzubauen. Aber könnten wir dieses System nur mit der aktuell einstrahlenden Sonnenenergie erhalten? Herr Kunstler ist pessimistisch, und glaubt an ein Ende der Globalisierung. Vielmehr würden wir zu einem einfacheren, lokaleren Lebensstil zurückkehren müssen. Das muss nicht für jeden nur Nachteile haben. Aber die Umstellung wird sicher nicht einfach. Energieintensive Technik hat es zum Beispiel durch industrialisierte Landwirtschaft erst ermöglicht, dass momentan knapp 7 Mrd Menschen ernährt werden können. Dieses Rad ist kaum ohne eine humanitäre Katastrophe zurückzudrehen.</p>
<p>Wenn Ihr euch für diese Thematik interessiert, und Ihr euch das Geld für das Buch sparen wollt, kann ich euch <a href="http://www.theoildrum.com/files/Tipping%20Point.pdf">dieses Paper</a> empfehlen. Hier werden von einer Organisation, die sich <a href="http://www.feasta.org/">feasta</a> nennt, im Prinzip die gleichen Argumente ausgeführt, jedoch in kompakterer Form (es hat nur 55 Seiten).</p>
<p>Achja, noch ein Wort zu den brandaktuellen Entwicklungen: <a href="http://petrole.blog.lemonde.fr/2010/03/25/washington-considers-a-decline-of-world-oil-production-as-of-2011/">Le Monde schreibt</a>, dass die US-Regierung einen Rückgang der Welt-Ölförderung ab 2011 als möglich ansieht. Natürlich weisen sie weit von sich, dass diese Vorhersage etwas mit &#8220;Peak Oil&#8221; zu tun hat. Angesichts der mit Peak Oil assoziierten Konsequenzen ist das nicht überraschend, denn eine andere Sprachregelung würde sicherlich zu einem neuen Finanzcrash führen.</p>
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		<title>Nachrichten aus Euroland</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/02/23/nachrichten-aus-euroland/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 21:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Augenblick geht es ja recht turbulent zu in der Eurozone. Um sich ein wenig Hintergrund zu den Problemen in Griechenland anzulesen, eignet sich dieser Artikel auf Telepolis. Aber es gibt noch weitere Fehlentwicklungen. Wolfgang Münchau von der Financial Times spricht die ungleiche Lohnentwicklung in Europa an. Er schreibt: Wenn wir in Deutschland weiterhin eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Augenblick geht es ja recht turbulent zu in der Eurozone. Um sich ein wenig Hintergrund zu den Problemen in Griechenland anzulesen, eignet sich <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32133/1.html">dieser Artikel auf Telepolis</a>. Aber es gibt noch weitere Fehlentwicklungen. Wolfgang Münchau von der Financial Times spricht die ungleiche Lohnentwicklung in Europa an. <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:kolumne-muenchau-wenn-die-notbremse-versagt/50079262.html">Er schreibt:</a></p>
<blockquote><p>
Wenn wir in Deutschland weiterhin eine deflationäre Lohnpolitik betreiben, dann ist die Währungsunion nur dann zu retten, wenn andere Mitgliedsländer eine noch deflationärere Entwicklung akzeptieren, als es ohnehin notwendig wäre, und das über Jahrzehnte.</p></blockquote>
<p>Es dreht sich um folgendes: weil in Deutschland die Löhne seit Jahren stagnieren, bzw. sinken (wenn man die Inflation berücksichtigt), dies in den anderen Euroländern aber nicht der Fall ist, sind die anderen Länder nicht mehr wettbewerbsfähig im Vergleich zu den Deutschen. Daher müsste das Euro-Ausland die Löhne massiv senken, und das umso stärker, je weiter die Deutschen dieses leicht masochistische Blut-Schweiß-und-Tränen-Lohnsenkungs-Spiel mit sich treiben lassen. Früher haben die anderen Europäer Ihre Währung einfach abgewertet, während die D-Mark aufgewertet hat. So wurden indirekt die Löhne angeglichen &#8211; das geht aber nicht mehr, seit sie Teil des Euroraums sind. Dass eine allgemeine Lohnsenkung in grossem Stil bei der Bevölkerung von Rest-Euroland kaum durchzusetzen ist, ist klar. Nötig wäre daher eine gemeinsame Lohnpolitik um das Gleichgewicht wieder herzustellen.</p>
<p>Herr Münchau glaubt aber nicht mehr an den großen Wurf zur Rettung des Euro.</p>
<blockquote><p>ich würde darauf wetten, dass man wegschaut und die Ungleichgewichte nicht beseitigt. Und dann würden wir irgendwann einmal den Punkt der Unumkehrbarkeit erreichen, von dem ab ein Zusammenbruch des Systems nicht mehr verhindert werden kann &#8211; vielleicht in zehn Jahren, vielleicht später.</p></blockquote>
<p>Und darum, liebe Leute, habt Ihr ein tolles neues Argument für euren Chef bei der nächsten Gehaltsrunde: Er kann seiner europäischen Bürgerpflicht Genüge tun, und den Euro retten, indem er euch einem schönen Batzen mehr in die Tüte packt! Na, wenn das mal nicht zieht&#8230; </p>
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		<title>Inflation oder Deflation?</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/02/15/inflation-oder-deflation/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 21:40:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die umstrittenste Frage, die etliche Wirtschaftsblogs seit geraumer Zeit umtreibt, dreht sich um den Weg, auf dem die aktuelle Überschuldung abgebaut werden wird. Zunächst haben ja im Verlauf der Krise Staaten ihren Banken, Unternehmen und Bürgern unter die Arme gegriffen. So langsam erreichen wir aber den Punkt, an dem sich zeigt, dass sich die Staaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die umstrittenste Frage, die etliche Wirtschaftsblogs seit geraumer Zeit umtreibt, dreht sich um den Weg, auf dem die aktuelle Überschuldung abgebaut werden wird. Zunächst haben ja im Verlauf der Krise Staaten ihren Banken, Unternehmen und Bürgern unter die Arme gegriffen. So langsam erreichen wir aber den Punkt, an dem sich zeigt, dass sich die Staaten damit selbst in die Bredouille bringen.</p>
<p>Wenn eine Gesellschaft mehr Schulden hat, als sie zurückzahlen kann, gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten diese loszuwerden: Inflation oder Deflation. Im Falle der Inflation wird die Geldmenge vergrößert (im Zeitalter von Papiergeld, bzw elektronischem Geld ist das kein Problem), und von dem zusätzlichen Geld können die Schulden beglichen werden. Weil es aber plötzlich viel mehr Geld gibt, verliert das Geld an Wert, und Waren werden teurer. Verlierer sind Sparer und Leute mit festem Einkommen.</p>
<p>Im Falle der Deflation läßt man zu, dass Organisationen oder Menschen insolvent gehen. Durch die Insolvenz werden diese wieder schuldenfrei. Leider verlieren die Gläubiger das verliehene Vermögen. Durch das so verschwindende Vermögen schrumpft die Geldmenge und man nennt das Ganze Deflation.</p>
<p>Es gibt also immer Verlierer, denn mit den Schulden wird zwangsläufig auch Vermögen vernichtet. Aber welcher Weg des Schuldenabbaus ist nun der wahrscheinlichere? Ich denke, dazu sollte man sich zuerst überlegen, wer diesen Weg beeinflussen kann. Am ehesten natürlich die Mächtigen im Land. Und, machen wir uns nichts vor, das sind gleichzeitig zumeist die Reichen. </p>
<p>Versetzen wir uns also in die Situation eines wirklich reichen Menschen hinein. Nennen wir ihn Herrn R. Er hat mehr Geld als er jemals &#8211; trotz seines aufwendigen Lebensstils &#8211; ausgeben könnte.  Der Nutzen des größten Teils von Herrn R&#8217;s Vermögens liegt also nicht wie bei Otto Normalverbraucher darin, dass er seinen Lebensunterhalt damit bestreiten kann. Nein, es dient zu etwas anderem, denn Geld bedeutet auch Status und Macht. Und bei beidem ist die absolute Menge der durch das Geld repräsentierten Kaufkraft irrelevant. Es zählt allein die Höhe des Vermögens relativ zum Vermögen der Anderen. </p>
<p>Ob Herr R. zehn Milliarden oder nur noch fünf Milliarden Euro hat, ist irrelevant, so lange das gleiche Missgeschick auch allen anderen Reichen zustößt und er dadurch nicht als Versager dasteht. Also würde Herr R. verhindern wollen, dass er mehr verliert als die anderen. Das ist schwierig in einem deflationären Umfeld, wo es unklar ist, wer als nächstes seine Schulden nicht begleichen kann. Mit etwas Glück kann Herr R. sein Vermögen halten oder gar steigern. Mit etwas Pech aber legt Herr R. sein Geld bei einem Pleitier an, und fällt dadurch aus den Top-10 der reichsten Deutschen. Quel Malheur!</p>
<p>Im inflationären Umfeld würde Herr R. dagegen auf jeden Fall Geld verlieren. Da dies aber allen anderen ebenso widerfährt, muss er sich keine Gedanken um seinen Platz in den Top-10 machen.  Und sein Lebensstandard ist gesichert, so lange die Inflation nicht völlig aus dem Ruder läuft &#8211; Herrn R. würde also eine maßvolle Inflation besser in den Kram passen als Deflation.</p>
<p>Zudem ist unklar, welche Art von Vermögensvernichtung für die breite Masse der Bürger besser ist. Dies hängt zu sehr von der persönlichen Einkommens- und Vermögenssituation ab. Daher wird Otto Normalverbraucher zwar eine Meinung dazu haben, aber jeder eine andere. Nun gut, in Deutschland ist die Angst vor Inflation ziemlich ausgeprägt, aber in den europäischen Nachbarländern sieht das Bild gemischter aus. </p>
<p>Also haben Leute wie Herr R. eine reelle Chance die Politik in Richtung Inflation zu beeinflussen. Daher rechne ich mit Inflation, aber nur falls wirklich klar ist, dass es als Alternative Deflation geben wird und die Durchwurstel-Taktik fehlschlägt. Das dürfte erst nach einer ausreichend langen deflationären Phase der Fall sein, die dann entsprechend dem politischen Willen in Inflation münden würde.</p>
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		<title>Die FTD gesellschaftskritisch</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/01/20/die-ftd-gesellschaftskritisch/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 20:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Financial Times Deutschland ist heute ziemlich gesellschaftskritisch: Wer sich ausnahmsweise eine Minute der Muße gestattet und seinen Tagesablauf Revue passieren lässt, wird schnell feststellen, dass in unserer Freizeit im Grunde keine einzige Sekunde verstreicht, in der wir nicht konsumieren (&#8230;) Gleichwohl verlangt unser ökonomisches System &#8211; und noch kennen wir kein besseres -, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Financial Times Deutschland ist heute ziemlich gesellschaftskritisch:</p>
<blockquote><p>
Wer sich ausnahmsweise eine Minute der Muße gestattet und seinen Tagesablauf Revue passieren lässt, wird schnell feststellen, dass in unserer Freizeit im Grunde keine einzige Sekunde verstreicht, in der wir nicht konsumieren (&#8230;)</p>
<p>Gleichwohl verlangt unser ökonomisches System &#8211; und noch kennen wir kein besseres -, dass wir unablässig mehr konsumieren, damit Massenarbeitslosigkeit und Verelendung abgewendet werden können.<br />
So wird aus der ökonomischen eine Sinnkrise, von der Ausbeutung der Erde mal ganz zu schweigen. Was wir wohl eigentlich bräuchten, wäre eine ökonomische Theorie des Schrumpfens.
</p></blockquote>
<p>Meine Rede&#8230; Wir brauchen &#8211; oh mein Gott, dass ich das Wort auch mal benutzen darf &#8211; einen Paradigmenwechsel. Den ganzen Artikel findet Ihr <a href="http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/:das-kapital-die-rendite-der-entmenschlichung/50062869.html">hier</a>.</p>
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		<title>Details zum EC-Karten-Problem</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/01/08/details-zum-ec-karten-problem/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 16:46:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Allmählich sickern mehr Informationen zum EC-Karten-Problem durch. Heise Online hat heute einen ausführlichen Artikel darüber. Das Wichtigste in Kürze: Anders als von mir vermutet ist das Herstellerkürzel auf der Rückseite der Karte kein sicheres Anzeichen für die Herkunft des Chips. Allerdings seien Karten, die nach Juni 2009 ausgegeben wurden, auf keinen Fall betroffen. Mittlerweile scheinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Allmählich sickern mehr Informationen zum EC-Karten-Problem durch. Heise Online hat heute einen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Softwareupdate-fuer-Chips-koennte-EC-Karten-Problem-loesen-2-Update-897730.html">ausführlichen Artikel</a> darüber. Das Wichtigste in Kürze: Anders als <a href="http://www.galois.de/2010/01/06/das-ec-karten-desaster/">von mir vermutet</a> ist das Herstellerkürzel auf der Rückseite der Karte kein sicheres Anzeichen für die Herkunft des Chips. Allerdings seien Karten, die nach Juni 2009 ausgegeben wurden, auf keinen Fall betroffen. </p>
<p>Mittlerweile scheinen sich die Banken eine echte Lösung ausgedacht haben, wenn sie denn funktioniert: die Chips auf der Karte sollen automatisch ein Firmwareupdate über die Geldautomaten bekommen. Nach solch einem Update wäre auch ein Auslandseinsatz wieder unproblematisch.</p>
]]></content:encoded>
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