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	<title>Flo's Corner &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Das Leben im Vorbeiflug</description>
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		<title>Euro-Bonds</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 16:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt ist es mal wieder so weit. Frau Merkel wird vermutlich eine Kehrtwende machen, und der Einführung von Euro-Bonds zustimmen. Dadurch würden neue Staatsschulden in Europa gemeinsam ausgegeben, und alle Staaten würden gemeinsam vollständig für sie haften. Im Worst-Case (wenn alle anderen europäischen Partner ausfallen) müsste also Deutschland ohne wenn und aber die Schulden aller [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist es mal wieder so weit. Frau Merkel wird vermutlich eine Kehrtwende machen, und <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,780171,00.html">der Einführung von Euro-Bonds zustimmen</a>. Dadurch würden neue Staatsschulden in Europa gemeinsam ausgegeben, und alle Staaten würden gemeinsam vollständig für sie haften. Im Worst-Case (wenn alle anderen europäischen Partner ausfallen) müsste also Deutschland ohne wenn und aber die Schulden aller Euro-Länder bedienen. </p>
<p>Doch auch ohne den Teufel an die Wand zu malen, würden Euro-Bonds teuer für uns. Im Spiegel-Artikel wird überschlagen, dass auf uns Mehrkosten in Höhe von 47 Milliarden Euro pro Jahr zukommen. Diese Zusatzkosten kommen dadurch zustande, dass Deutschland nicht mehr von seiner (vergleichsweise) soliden Ausgabenpolitik profitieren könnte, denn die Schulden auch der weniger soliden Länder würden ja in den gleichen Topf geworfen, was steigende Zinsen für die Staatsschulden nach sich zieht. Die Mehrkosten für Deutschland würden übrigens die <a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_105826/sid_049571966B4695503987A1AE3C84DAE4/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Finanz__und__Wirtschaftspolitik/Bundeshaushalt/Bundeshaushalt__2011/Bildergalerie__Bundeshaushalt__2011/Galerie01/Bildergalerie-Bundeshaushalt-2011.html?__nnn=true">für 2012 geplante Neuverschuldung des Bundes</a> übersteigen.</p>
<p>Die Politik sollte sich also keines falls leichtfertig auf so etwas einlassen. Eigentlich würde ich mir erwarten, dass die Karten auf den Tisch gelegt werden, eine öffentliche Debatte geführt wird, und dann ein Volksentscheid auf den Weg gebracht wird. Es ist traurig genug, dass dies bei der Euro-Einführung nicht geschehen ist, aber vielleicht könnte man wenigstens diesmal den Steuerzahler fragen, ob er die Risiken eingehen will?</p>
<p>Keinen Sinn ergeben Euro-Bonds jedenfalls ohne eine gemeinsame Finanzpolitik. Denn sonst könnte jeder Staat beliebig schlecht wirtschaften ohne die Konsequenzen tragen zu müssen. Daher gebe ich, so schwer mir das fällt, Herrn Schäube damit recht, dass er eine solche gemeinsame europäische Finanzpolitik als Voraussetzung für die Euro-Bonds <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-schaeuble-knuepft-eurobonds-an-radikale-reform-der-eu/60091228.html">fordert</a>.</p>
<p>Allerdings hätte eine gemeinsame Finanzpolitik weitreichende Konsequenz, zumindest wenn wir weiterhin in einem halbwegs demokratischen Land leben wollen. Eine äußerst wichtige Aufgabe des Parlaments ist es nämlich, die Finanzen der Regierung zu überwachen und auch festzulegen. Das bedeutet, dass das europäische Parlament zwingend von einer Alibi-Veranstaltung zu einer Institution mit umfassenden demokratischen Kompetenzen ausgebaut werden müsste. Denn andernfalls kann keine wirkungsvolle demokratische Kontrolle des Verbleibs der Steuermilliarden in der EU stattfinden und es wäre recht wahrscheinlich, dass die Gelder nicht wirklich um Wohle der Bürger eingesetzt würden.</p>
<p>Sollte sich das Parlament im Falle der Einführung von Euro-Bonds nicht deutlich emanzipieren können, handelte es sich also um eine grobe Verletzung des demokratischen Prinzips. Hier sind alle Bürger aufgefordert, dies kritisch zu beobachten und sich für die Demokratie einzusetzen. Es ist schlimm genug, dass der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Stabilit%C3%A4tsmechanismus">EFSF</a>, also der sogenannte Euro-Rettungsschirm, als Aktiengesellschaft luxemburgischen Rechts gegründet wurde und somit keiner direkten demokratischen Kontrolle unterliegt. Dennoch verfügt er über hunderte Milliarden von Euros. Daraus sollte keinesfalls ein Normalzustand werden.</p>
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		<title>Soziale Geldanlage</title>
		<link>http://www.galois.de/2011/04/30/soziale-geldanlage/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 13:53:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ZEIT von letzter Woche hatte einen interessanten Artikel über kiva.org. Kiva.org vermittelt Mikrokredite. Mikrokredite sind Kleinkredite an Leute in Entwicklungsländern, die sich damit eine Existenz aufbauen können. Die Idee dahinter ist, dass die Abhängigkeit der armen Länder von den reichen reduziert werden soll. Wenn zum Beispiel jemand in Afrika Handys reparieren möchte, benötigt er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die ZEIT von letzter Woche hatte einen <a href="http://www.zeit.de/2011/17/DOS-Mikrokredit-Sierra-Leone">interessanten Artikel</a> über <a href="http://www.kiva.org">kiva.org</a>.<br />
Kiva.org vermittelt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrokredit">Mikrokredite</a>. Mikrokredite sind Kleinkredite an Leute in Entwicklungsländern, die sich damit eine Existenz aufbauen können. </p>
<p>Die Idee dahinter ist, dass die Abhängigkeit der armen Länder von den reichen reduziert werden soll. Wenn zum Beispiel jemand in Afrika Handys reparieren möchte, benötigt er erst mal das nötige Werkzeug, das er sich ohne Kredit nicht leisten kann. Sobald er das Werkzeug hat, könnte er seinem (für dortige Verhältnise lukrativen) Geschäft nachgehen, und gleichzeitig von den Einnahmen den Kredit zurückzahlen. Er hätte also plötzlich ein besseres Einkommen, und zudem bekämen die Leute in seiner Umgebung ihre Handys repariert, und müssen sich nicht fragen, wie sie sich neue leisten können, die aus dem Ausland importiert werden müssten. Das Problem ist natürlich, dass klassische Banken sich für solche Kleinstkredite nicht interessieren. Hier kommen Mikrokredit-Organisationen wie kiva ins Spiel, die sich genau um solche Fälle kümmern.</p>
<p>Wenn Ihr euch übrigens fragt, warum Leute in armen Ländern Handy brauchen, gibt es eine einfache Erklärung. Es gibt dort meist kein Festnetz, da es aufwendig und teuer ist, all die Kabel zu vergraben. Gleichzeitig vereinfacht es ein Kommunikationsmittel ungemein sich zu organisieren, hilft also anderen lokalen Kleinunternehmen. Wenn euch das Beispiel nicht überzeugt, gibt es natürlich auch Mikrokredite für Schafzuchten, Schneidereien, usw&#8230;</p>
<p>Das Schöne an Kiva ist nun, dass über deren Webseite Kreditgeber (Du und ich mit etwas Geld übrig) und Kreditnehmer zusammenkommen können. Man kann sich ein Projekt aussuchen, das man unterstützen möchte, und sich die Leute erst mal anschauen, die das Geld möchten. Zudem kann man sich schon mit Beträgen ab 25$ beteiligen, wodurch das Risiko nicht allzu hoch ist. Wobei ich selbst meinen Einsatz nicht als Geldanlage sehe (Zinsen gibt es ohnehin keine), sondern als Möglichkeit effizient arme Leute zu unterstützen. Ich kann schliesslich das selbe Geld in ein ähnliches Projekt re-&#8221;investieren&#8221;, sobald es zurückgezahlt ist. Bei der Auswahl potentieller Kreditnehmer arbeitet Kiva übrigens mit lokalen Organisationen zusammen, die die örtlichen Gegebenheiten kennen. Natürlich besteht immer die Gefahr des Missbrauchs, aber nach dem was ich gelesen habe, scheint sich der in akzeptablen Grenzen zu halten. Laut Statistik von Kiva werden nur 1.3% der Kredite nicht zurückgezahlt.</p>
<p>Ich finde dass das eine spannende Alternative zu anonymen Spenden ist. Falls Ihr im Übrigen eine &#8220;normale&#8221; Bank sucht, die Wert darauf legt, euer Geld ethisch sinnvoll anzulegen, schaut euch mal <a href="http://www.triodos.de">Triodos</a> oder die <a href="http://www.gls.de">GLS</a> an.</p>
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		<title>Kernkraft und Energiekrise</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/09/13/kernkraft-und-energiekrise/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 18:52:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem Blog ist ja des öfteren von den potentiellen Auswirkungen einer globalen Energiekrise die Rede. Nun, da gerade die Atomlobby Geheimabsprachen mit der Regierung getroffen hat, und die Laufzeit der AKWs um zwölf Jahre verlängert wurde, stellt sich für mich die Frage, ob das Ganze nicht tatsächlich sinnvoll sein könnte, angesichts der enormen Herausforderungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Blog ist ja des öfteren von den potentiellen Auswirkungen einer globalen Energiekrise die Rede. Nun, da gerade die Atomlobby <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,716678,00.html">Geheimabsprachen</a> mit der Regierung getroffen hat, und die Laufzeit der AKWs <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,715932,00.html">um zwölf Jahre verlängert</a> wurde, stellt sich für mich die Frage, ob das Ganze nicht tatsächlich sinnvoll sein könnte, angesichts der enormen Herausforderungen denen wir energietechnisch genüber stehen werden.</p>
<p>Auf den ersten Blick sieht es so aus: die Atomkraft versorgt uns billig und klimaschonend mit Energie. Aber leider ist das Endlagerproblem noch immer nicht gelöst. Schlimmer noch, die Asse, die als Versuchsendlager dienen sollte, ist nach nur wenigen Jahren komplett sanierungsbedürftig. <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,674469,00.html">3.7 Milliarden Euro</a> sollte das den Steuerzahler kosten. Leider wird es ziemlich sicher deutlich teurer, denn bei der Deklaration des Mülls wurde gelogen, und es befindet sich <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,716793,00.html">10x mehr mittelradioaktiver Müll</a> in dem Bergwerk als ursprünglich angenommen. Aber natürlich sind wir Steuerzahler auch nach der Bergung des Mülls noch nicht aus dem Schneider. Denn wenn der Müll erst mal aus dem Versuchs-&#8221;Endlager&#8221; heraus ist, muss er ja irgendwohin. Und zwar an einen geeigneten Ort, an dem er für die nächsten zigtausend Jahre sicher ist. Diese Sicherheit wird eine beachtliche Menge an Ressourcen verschlingen (selbst die Asse, die nur einen Bruchteil des Atommülls beinhaltet kostet uns Milliarden) &#8211; Ressourcen, die gerade in einer globalen Krise eventuell nicht aufgebracht werden könnten. </p>
<p>Das zweite Problem ist, dass die Laufzeitverlängerung den Ausbau der erneuerbaren Energien behindert. Schon jetzt beklagen <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,716093,00.html">alternative Energieanbieter</a>, dass sich ihre Investitionen nun nicht mehr rechnen würden. Diese hatten darauf gezählt, die Stromproduktion der Kernkraftwerke in naher Zukunft mit Strom aus neuen, eigenen Kraftwerken zu ersetzen. Die neuen Kraftwerke können nun nicht ausgelastet werden, und fahren Verluste ein. Natürlich wird so insbesondere auch der Ausbau der erneuerbaren Energien behindert.</p>
<p>So weit zum deprimierenden Teil. Es gibt aber auch eine gute Nachricht. Jeder von uns kann sehr leicht dazu beitragen, dass der Kniefall der Regierung vor den Atomlobbyisten irrelevant wird. Wir müssen nur alle zu einem <a href="http://www.atomausstieg-selber-machen.de/stromwechsel/anbieter.html">Ökostromanbieter</a> wechseln. Ich habe das <a href=http://www.galois.de/2009/10/12/tausche-adac-mitgliedschaft-gegen-okostrom/">letztes Jahr</a> bereits getan. Es ist wirklich das einfachste der Welt. Man füllt ein Formular aus, schickt es an den Ökostromanbieter, und schon ist der Wechsel erledigt. Die Kosten sind nur ein paar Prozent höher als bei einem normalen Stromvertrag. Ihr solltet nur darauf achten, dass Ihr zu einem reinen Ökostromanbieter (<a href="http://www.greenpeace-energy.de">greenpeace</a>, <a href="http://www.lichtblick.de/">lichtblick</a>, <a href="http://www.ews-schoenau.de/">ews</a> oder <a href="http://www.naturstrom.de/">naturstrom</a>) wechselt, denn das spüren die Konzerne am meisten.<br />
Ich bin mir ganz sicher, im Unterschied zu einem Wahlzettel wird diese Art Abstimmung ganz sicher auch von der Atomlobby ernst genommen.</p>
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		<title>Die Bundeswehr und die Energiekrise</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/08/31/die-bundeswehr-und-die-energiekrise/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 18:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Spiegel online verlinkt heute eine Studie der Bundeswehr zum Thema Peak Oil. Wie Ihr als eifrige Leser dieses Blogs sicher noch wisst, geht es bei Peak Oil darum, dass das Angebot an bezahlbarem Erdöl eines Tages zurückgehen muss, weil die billig zu erschließenden Quellen allmählich erschöpfen. Wegen er herausragenden Bedeutung von Erdöl als Rohstoff und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,714878,00.html">Spiegel online</a> verlinkt heute <a href="http://peak-oil.com/download/Peak%20Oil.%20Sicherheitspolitische%20Implikationen%20knapper%20Ressourcen%2011082010.pdf">eine Studie der Bundeswehr</a> zum Thema Peak Oil. Wie Ihr als eifrige Leser dieses Blogs sicher noch wisst, geht es bei Peak Oil darum, dass das Angebot an bezahlbarem Erdöl eines Tages zurückgehen muss, weil die billig zu erschließenden Quellen allmählich erschöpfen. </p>
<p>Wegen er herausragenden Bedeutung von Erdöl als Rohstoff und Energieträger wird dies gravierende Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft und die gesamte Gesellschaft haben. In der Studie werden nun die möglichen Auswirkungen insbesondere auf Deutschland analysiert. Die Studie erscheint mir recht ausgewogen zu sein (ich habe sie bis jetzt nur überflogen). Wenn Ihr eine Kurzzusammenfassung lesen möchtet, sollltet Ihr euch den oben verlinkten Spiegel-Artikel zu Gemüte ziehen.</p>
<p>Einerseits bedeutet die Studie, dass die Regierung nicht ganz so ahnungslos sein kann, wie sie nach aussen den Eindruck vermittelt. Das ist ziemlich positiv. Interessant finde ich aber, dass die Studie nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Sie ist, wie so viele relevante Dokumente der letzten Zeit, über das Internet ge-&#8221;leakt&#8221;. Wünschenswert wäre also eine offensivere Informationspolitik der Regierung. </p>
<p><em>Update:</em> Norbert Rost weist mich auf <a href="http://peak-oil.com/peak-oil-studie-bundeswehr.php">seine Zusammenfassung der Studie</a> hin, die darauf abzielt, auch die möglichen Vorsorgemaßnahmen auf kommunaler Ebene darzustellen.</p>
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		<title>Imperium Americanum</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/06/20/imperium_americanum/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 20:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade habe ich das Buch &#8220;Bekenntnisse eines Economic Hit Man&#8221; von John Perkins fertig gelesen. Naja, eigentlich habe ich die englische Fassung, aber vermutlich dort steht das gleiche drin&#8230; In dem Buch erzählt Herr Perkins von seiner Zeit als, wie er es leicht scherzhaft bezeichnet, Economic Hit Man, oder kurz EHM. Seine Aufgabe zwischen 1971 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade habe ich das Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442154243?ie=UTF8&#038;tag=florianscorne-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3442154243">&#8220;Bekenntnisse eines Economic Hit Man&#8221;</a> von John Perkins fertig gelesen. Naja, eigentlich habe ich die <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0452287081?ie=UTF8&#038;tag=florianscorne-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=0452287081">englische Fassung</a>, aber vermutlich dort steht das gleiche drin&#8230;</p>
<p>In dem Buch erzählt Herr Perkins von seiner Zeit als, wie er es leicht scherzhaft bezeichnet, Economic Hit Man, oder kurz EHM. Seine Aufgabe zwischen 1971 und 1981 bestand darin, die Durchsetzung amerikanischer Wirtschaftsinteressen weltweit zu unterstützen. Dies erreichten die EHM dadurch, dass sie in Schwellenländern gigantische Infrastrukturprojekte propagierten. Diese Projekte wurden natürlich von amerikanischen Unternehmen durchgeführt, die damit entsprechend riesige Gewinne einfuhren. </p>
<p>Ihr fragt euch vermutlich, wie sich die Schwellenländer solche Großprojekte leisten konnten. Ganz einfach, natürlich über Kredit! Natürlich waren diese Art Geschäfte nicht wirklich von Vorteil für die betroffenen Länder, die sich komplett überschuldeten. Allerdings profitierten die lokalen Führungseliten, denn die verdienten kräftig mit.</p>
<p>Herr Perkins und die anderen EHM sorgten damals dafür, dass das alles einen seriösen Anstrich bekam, indem sie extrem optimistische Prognosen über die positiven Effekte der Projekte erstellten. Dadurch konnten sich alle gegenseitig vorlügen, dass das Ganze zum Besten aller sei. Ein Effekt der Überschuldung war, dass sich die Länder in die Hand der Schuldner begaben, die dadurch weitere Zugeständnisse verlangen konnten, wie zum Beispiel die Ausbeutung von Rohstoffen durch amerikanische Unternehmen.</p>
<p>Es ging also darum, Macht und Einfluss des Imperium Americanum auszubauen. Der Vorteil dieses Vorgehens war, dass dies auf friedlichem Weg geschah. Man sollte nämlich nicht vergessen, dass damals der kalte Krieg tobte, und die Amerikaner deshalb nach nicht-militärischen Mitteln suchten, ihre Einflusssphäre auszubauen. Es ging also um die Interessen von Staat und Unternehmen gleichermaßen. Daher wurde, wie Herr Perkins berichtet, auch nicht lange gefackelt, wenn die EHM keinen Erfolg hatten. In diesem Fall wurden die Leute geschickt, die John Perkins &#8220;Schakale&#8221; nennt. Diese inszenierten dann &#8220;Unfälle&#8221; von unkooperativen Staatsoberhäuptern und ähnliches. </p>
<p>So weit ist das alles natürlich nichts spektakuär Neues. Was an dem Buch aber, neben der Kritik an diesem Vorgehen interessant ist, ist die Perspektive des Autors. Er beschreibt plausibel, wie man zu so einem Job kommt, ohne ungewöhnlich &#8220;böse&#8221; zu sein. Wie er sich einredete nichts Schlimmes zu tun, aber dann doch immer mehr von Selbstzweifeln zerfressen wurde. 1981 hat er deshalb seinen EHM-Job aufgegeben und <a href="http://www.johnperkins.org/">kämpft heute</a> gegen die Verquickung von staatlichen und Wirtschaftsinteressen. </p>
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		<title>Spieglein an der Wand</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 18:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt interessante Neuigkeiten aus der Welt der Medien. Allmählich scheint die Öffentlichkeit aufzuwachen, was das Ausmaß der Krise und die Beweggründe hinter den sogenannten Gegenmaßnahmen betrifft. Der Spiegel veröffentlichte zum Beispiel gestern ein lesenswertes Interview mit dem ehemaligen Bundesbankchef Karl Otto Pöhl. Folgende Erkenntnis Pöhls ist nicht wirklich neu: SPIEGEL: Die Bundesregierung versichert, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt interessante Neuigkeiten aus der Welt der Medien. Allmählich scheint die Öffentlichkeit aufzuwachen, was das Ausmaß der Krise und die Beweggründe hinter den sogenannten Gegenmaßnahmen betrifft.<br />
Der Spiegel veröffentlichte zum Beispiel gestern <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,695153,00.html">ein lesenswertes Interview</a> mit dem ehemaligen Bundesbankchef Karl Otto Pöhl.</p>
<p>Folgende Erkenntnis Pöhls ist nicht wirklich neu:</p>
<blockquote><p>
SPIEGEL: Die Bundesregierung versichert, dass sowohl das Rettungspaket für Griechenland wie auch das für die übrigen Staaten alternativlos waren.<br />
&#8230;<br />
Pöhl: Das glaube ich nicht. Ich glaube, es ging um etwas ganz anderes.<br />
SPIEGEL: Nämlich?<br />
Pöhl: Es ging darum, die deutschen, vor allem aber die französischen Banken vor Abschreibungen zu bewahren. Französischen Bankaktien sind am Tag, als das Paket verabschiedet wurde, um bis zu 24 Prozent gestiegen. Daran sieht man, worum es wirklich geht, nämlich um die Rettung der Banken und der reichen Griechen.
</p></blockquote>
<p>Neu ist vielmehr, dass sich eine renommierte Persönlichkeit im bekanntesten deutschen Nachrichtenmagazin so äussert. Noch vor wenigen Wochen konnte man derartiges nur bei, in den Augen der breiten Öffentlichkeit, obskuren Verschwörungstheoretikern im Internet nachlesen.</p>
<p>Herr Pöhl legt aber noch eines drauf.</p>
<blockquote><p>
SPIEGEL: Kann es sein, dass die Politik den angeblichen Angriff der Spekulanten nur erfunden hat, um eine Legitimation für den Bruch des Lissabon-Vertrags und die EZB-Satzung zu haben?<br />
Pöhl: Natürlich, das ist möglich. Es ist sogar plausibel.
</p></blockquote>
<p>Damit trifft er meiner Ansicht nach genau ins Schwarze. Die Spekulantenthese ist eine gezielte Ablenkungsstrategie, die der Suche nach einem geeigneten Sündenbock dient. Spekulation ist ein Symptom, nicht die Ursache der Misere. Aber sogar der Ursache kommt der Spiegel in <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,695286,00.html">einem anderen Artikel</a> nahe:</p>
<blockquote><p>
Die Wirtschaftswissenschaft hält bislang keine Rezepte bereit, wie denn eine Wirtschaft mit weniger oder gar keinem Wachstum funktionieren könnte; die Professoren sind dem Dogma des steten Zuwachses genauso verfallen wie Politiker und Unternehmer.
</p></blockquote>
<p>Das ist genau das, was ich für den wahren Knackpunkt halte, wie euch sicher bereits aufgefallen ist (sofern Ihr ab und zu mal in mein Blog hereinschaut). </p>
<p>Auf der eines Seite ist es äusserst positiv, dass die Mainstream-Presse endlich beginnt zu thematisieren, wie tief unsere Probleme wirklich gehen. Denn ohne eine informierte Öffentlichkeit wird sich nichts bessern können. Auf der anderen Seite birgt die Tatsache, dass es vermutlich keine einfache Lösungsmöglichkeit gibt, erhebliches Pessimismuspotential. Da die Stimmungslage der Nation mit der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation gekoppelt ist (und das nicht zwingend linear), könnte die Aufklärung der breiten Masse zu interessanten Turbulenzen in allen möglichen Bereichen führen.</p>
<p>Auch hiervon hat der Spiegel eine Vorahnung:</p>
<blockquote><p>
Jahre harter Verteilungskämpfe stehen uns bevor, und womöglich eine schwere Belastung des demokratischen Systems.
</p></blockquote>
<p>Eines solltet Ihr aber trotz aller hier geschürten Paranoia bedenken. Dass alles in Bewegung gerät, bietet mit Sicherheit auch einmalige Chancen, vieles zu verändern und zu verbessern &#8211; im Kleinen wie vielleicht auch im Großen. Wir sollten nach diesen Chancen Ausschau halten und sie ergreifen.</p>
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		<item>
		<title>Cold Turkey</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/05/13/cold-turkey/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 20:40:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[So. Nachdem ich nun wohlbehalten aus der Türkei zurück bin, habe ich mich entschlossen, einen Beitrag mit obigem Titel zu schreiben. Es dreht sich dabei natürlich nicht um die kühlen Wetterverhältnisse, die die Reisegruppe in den ersten Tagen der Reise in Istanbul erlebte. Oder um eine andere Episode auf der durchweg erbaulichen Reise. Nein, es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So. Nachdem ich nun wohlbehalten aus der Türkei zurück bin, habe ich mich entschlossen, einen Beitrag mit obigem Titel zu schreiben. Es dreht sich dabei natürlich nicht um die kühlen Wetterverhältnisse, die die Reisegruppe in den ersten Tagen der Reise in Istanbul erlebte. Oder um eine andere Episode auf der durchweg erbaulichen Reise. Nein, es geht um etwas ganz anderes.</p>
<p>Wie Ihr sicher mitbekommen habt, haben unsere geliebten EU-Finanzminister ein Rettungspaket für strauchelnde Euro-Staaten im Umfang von 750 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Gleichzeitig bricht die europäische Zentralbank EZB ihre Prinzipien, und <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/euro-rettungspaket-ankauf-von-staatsanleihen-spaltet-die-ezb-spitze;2578932">kauft, an der Geld-Quelle sitzend, Staatsanleihen gefährdeter Staaten</a>. Damit sind die Würfel in die Richtung gefallen, die ich schon vor einer Weile <a href="http://www.galois.de/2010/02/15/inflation-oder-deflation/">aus ganz anderen Erwägungen heraus</a> vermutet habe: langfristig kommt die Inflation.</p>
<p>Denn jetzt heisst es alles oder nichts. Wir können es uns schlicht nicht leisten die 750 Mrd zu verlieren. Das heisst, im Zweifel wird neues Geld hinterhergeworfen werden. Und damit sind wir auch schon beim <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cold_turkey">Cold Turkey</a>.<br />
Dabei handelt es sich, wie ihr vielleicht wisst, um einen umgangssprachlichen Ausdruck für harten Drogenentzug. Ein Süchtiger tut fast alles, um sich davor zu schützen. Unsere Gesellschaft verhält sich genau so, nur dass unsere Drogen Kredit und Wachstum heissen. Was bei Entzug passiert, konntet Ihr ja bei den Unruhen in Griechenland bequem vom Fernseher aus beobachten.</p>
<p>Die weitere Ausweitung der Krise war <a href="http://www.galois.de/2009/12/31/ausblick-auf-2010/">durchaus zu erwarten</a>. Denn substantielles, reales Wachstum wird zur Ausnahmeerscheinung in einer Welt, die ihre Resourcen bis zum Maximum ausnutzt. Lasst euch da nichts vormachen und nicht etwa irgendwelche Spekulanten als Sündenböcke auftischen. Wir brauchen mittelfristig grundlegende Reformen in unserer Art zu wirtschaften, und keine gigantischen Heftpflaster oder gar Methadon. Sonst kommt der nächste, noch größere Knall so sicher wie das Amen in der Kirche. Nur die Politik will die Realität, genau wie der Drogensüchtige, nicht wahrhaben und echte Konsequenzen ziehen.</p>
<p>Zudem habe ich bisher noch keinen rundum überzeugenden Vorschlag gesehen, wie wir unsere Wirtschaft besser organisieren können. Aber ich suche, und ihr solltet das auch tun. Manchmal kommt es nämlich durchaus vor, dass Leute wie Du und ich weniger betriebsblind sind, als die &#8220;Experten&#8221;.</p>
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		<title>Würzburger Gold</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 19:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Abwechslung habe ich mal eine gute Nachricht, zumindest für Würzburg-Fans wie mich. Das Bundesfinanzministerium gibt nämlich eine Goldmünze mit der Würzburger Residenz als Motiv heraus. Der Kostenpunkt dürfte so um die 500 Euronen liegen (Materialwert+25 Euro Aufschlag). Das ist zweieinhalb mal so teuer, als die erste deutsche 100-Euro-Goldmünze im Jahr 2002 kostete. Aber wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Abwechslung habe ich mal eine gute Nachricht, zumindest für Würzburg-Fans wie mich. Das Bundesfinanzministerium gibt nämlich eine <a href="http://www.deutsche-sammlermuenzen.de/bmf/shop/templates/kategorieseiten/goldmuenzen_static_100.jhtml?id=cat150002&#038;navAction=jump&#038;navCount=9">Goldmünze mit der Würzburger Residenz</a> als Motiv heraus. </p>
<p>Der Kostenpunkt dürfte so um die 500 Euronen liegen (Materialwert+25 Euro Aufschlag). Das ist zweieinhalb mal so teuer, als <a href="http://www.deutsche-sammlermuenzen.de/bmf/informationen/muenzgalerie/100_200EurGold/index2002.jhtml?id=cat10025&#038;navAction=jump">die erste deutsche 100-Euro-Goldmünze im Jahr 2002</a> kostete. Aber wir hatten in der Zwischenzeit ja auch eine kleine Finanzkrise. Gold hat keinen besonders hohen Gebrauchswert &#8211; es wird hauptsächlich für Schmuck und zur Geldanlage genutzt. Und für beide Anwendungen ist der Preis, der gezahlt wird, rein subjektiv. Von daher kann ich euch leider nicht sagen, ob so eine Münze eine gute Investition darstellt. Der Preis könnte zum 2002er Niveau zurückkehren. Oder wir ertrinken bald in den bunten Papierschnipseln, die zur Bekämpfung der Schuldenkrisen in Südeuropa eingesetzt werden. In diesem Fall kann der Preis (in Papierschnipseln gemessen) nahezu beliebig steigen. Man weiß es einfach nicht. Aber wenn ihr sonst nichts in der Richtung besitzt, und ihr euer Geld ohnehin irgendwo auf einem Tagesgeldkonto bunkert, ist die Münze vermutlich eine Überlegung wert. Das schlimmste was passieren kann wäre immerhin, dass ihr das Teil eines Tages euren Enkeln zeigt, und einen Schwank darüber erzählt, wie ihr damals, während der Großen Finanzkrise, 300 Euro in den Sand gesetzt habt, als ihr die Münze genau zum Allzeithoch des Goldpreises gekauft habt. Sh*t happens.</p>
<p>Achso, ja, ein kleiner Hinweis wäre noch wichtig, solltet ihr euch für die Münze interessieren. Die <a href="http://www.deutsche-sammlermuenzen.de/bmf/kontakt/index.jhtml?bestellung=gm100">Bestellfunktion</a> der Verkaufsstelle für Sammlermünzen ist, wie es sich für eine ordentliche Behördenwebseite ziemt, ein wenig vorsintflutlich. Man kann die 100-Euro Münzen darüber auch im Abo erwerben, also schreibt sicherheitshalber dazu, dass Ihr nur das Würzburger Exemplar wollt.</p>
<p>Apropos deutsches Gold. Wusstet Ihr eigentlich, dass die Bundesbank den größten Teil ihrer Goldreserven <a href="http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/finanzkrise-wo-ist-unser-gold_aid_338834.html">in New York liegen hat</a>?</p>
<p><em>PS: euch ist sicher klar, dass mein Blog keine Investmentberatung darstellt, und ihr daher alles was ihr aufgrund der dort vorgefundenen Infos unternehmt, auf eigenes Risiko tut&#8230;</em></p>
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		<title>Mehr von der Öl-Front</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/04/02/mehr-von-der-ol-front/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 19:35:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein letzter Artikel ist jetzt über zwei Wochen alt. Es ist also Zeit, das Blog mal wieder zu beleben. Ich war in der Zwischenzeit nämlich keineswegs untätig. Ich habe mich noch ein wenig mit der Erdöl-Thematik beschäftigt. Zum einen war da das Buch von James Howard Kunstler, &#8220;The Long Emergency&#8221;. Es wurde 2005 geschrieben, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein <a href="http://www.galois.de/2010/03/16/eine-endliche-geschichte/">letzter Artikel</a> ist jetzt über zwei Wochen alt. Es ist also Zeit, das Blog mal wieder zu beleben. Ich war in der Zwischenzeit nämlich keineswegs untätig. Ich habe mich noch ein wenig mit der Erdöl-Thematik beschäftigt. Zum einen war da das Buch von James Howard Kunstler, <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0802142494?ie=UTF8&#038;tag=florianscorne-21&#038;link_code=as3&#038;camp=2514&#038;creative=9386&#038;creativeASIN=0802142494">&#8220;The Long Emergency&#8221;</a>. Es wurde 2005 geschrieben, und beschäftigt sich mit der Abhängigkeit Amerikas vom Erdöl in allen ihren Facetten. Da es hauptsächlich um Amerika geht, ist natürlich nicht alles 1:1 auf Europa übertragbar, aber nichtsdestotrotz befinden wir uns in einer ähnlichen Situation. </p>
<p>Herr Kunstler behandelt in seinem Buch alles, von der Geschichte dieser Abhängigkeit bis zu ihren Folgen. Und die Folgen sind leider nicht wirklich schön. Neben dem Klimawandel dürfte uns nämlich &#8220;Peak Oil&#8221; bevorstehen, wenn wir es nicht schon überschritten haben. Peak Oil bezeichnet den Zeitpunkt, an dem die weltweite Ölfördermenge ihren Höhepunkt erreicht hat. Das leicht zu fördernde Öl ist dann verbrannt, und die Menschheit muss sich mit den schwieriger zu fördernden Resten begnügen. </p>
<p>Dadurch dass die Reste schwieriger zu fördern ist, wird Öl zum einen teurer, zum anderen geht die Fördermenge zurück. Dies läßt sich in fast allen Förderländern beobachten. Mexiko war schon ein Thema dieses Blogs. Die Briten mit ihrem Nordseeöl sind sogar unter die Ölimporteure gegangen, da die eigene Förderung nicht mehr ausreicht. Nur einige Staaten (vorwiegend die Saudis und Co) können bis jetzt noch ihre Förderkapazität halten oder sogar leicht ausweiten. Aber in nicht allzu ferner Zukunft werden auch diese Staaten den Rückgang der Förderkapazitäten im Rest der Welt nicht mehr abfedern können. Dann sinkt die weltweite Fördermenge. Und mit ihr schrumpft die Weltwirtschaft. Und, wie wir alle inzwischen gelernt haben, führt fehlendes Wachstum, ganz zu schweigen von einer dauerhaften Schrumpfung, in unserer Form des Kapitalismus zu einer ernsthaften Krise. </p>
<p>Herr Kunstler liefert einen Hinweis, warum es zudem schwierig sein dürfte, den Ausfall an Energie durch technischen oder gesellschaftlichen Fortschritt komplett zu kompensieren. Hier kommt nämlich die Physik ins Spiel. Laut den Gesetzen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thermodynamik">Thermodynamik</a> nimmt nämlich in jedem System die Entropie, welche ein Maß für &#8220;Unordnung&#8221; ist, ständig zu, sofern nicht genügend neue, nutzbare Energie, von außen zugeführt wird. Und, abgesehen von Kernenergie, ist die Sonne die einzige Energiequelle der Erde. Die Sonnenenergie manifestiert sich in verschiedensten Formen: Wind wird durch Temperaturunterschiede ausgelöst, Pflanzen wachsen durch Photosynthese, Wasserkraft wird erst durch Regen ermöglicht, welcher wiederum Verdunstung durch die Sonne benötigt. </p>
<p>Auch die fossilen Energien sind als Überreste urzeitlicher Lebewesen nichts weiter als in Millionen von Jahren konzentriertes Sonnenlicht. Diese gespeicherte Energie haben wir dazu genutzt, unser aktuelles, globalisiertes, komplexes, und damit hochgeordnetes System aufzubauen. Aber könnten wir dieses System nur mit der aktuell einstrahlenden Sonnenenergie erhalten? Herr Kunstler ist pessimistisch, und glaubt an ein Ende der Globalisierung. Vielmehr würden wir zu einem einfacheren, lokaleren Lebensstil zurückkehren müssen. Das muss nicht für jeden nur Nachteile haben. Aber die Umstellung wird sicher nicht einfach. Energieintensive Technik hat es zum Beispiel durch industrialisierte Landwirtschaft erst ermöglicht, dass momentan knapp 7 Mrd Menschen ernährt werden können. Dieses Rad ist kaum ohne eine humanitäre Katastrophe zurückzudrehen.</p>
<p>Wenn Ihr euch für diese Thematik interessiert, und Ihr euch das Geld für das Buch sparen wollt, kann ich euch <a href="http://www.theoildrum.com/files/Tipping%20Point.pdf">dieses Paper</a> empfehlen. Hier werden von einer Organisation, die sich <a href="http://www.feasta.org/">feasta</a> nennt, im Prinzip die gleichen Argumente ausgeführt, jedoch in kompakterer Form (es hat nur 55 Seiten).</p>
<p>Achja, noch ein Wort zu den brandaktuellen Entwicklungen: <a href="http://petrole.blog.lemonde.fr/2010/03/25/washington-considers-a-decline-of-world-oil-production-as-of-2011/">Le Monde schreibt</a>, dass die US-Regierung einen Rückgang der Welt-Ölförderung ab 2011 als möglich ansieht. Natürlich weisen sie weit von sich, dass diese Vorhersage etwas mit &#8220;Peak Oil&#8221; zu tun hat. Angesichts der mit Peak Oil assoziierten Konsequenzen ist das nicht überraschend, denn eine andere Sprachregelung würde sicherlich zu einem neuen Finanzcrash führen.</p>
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		<title>Nachrichten aus Euroland</title>
		<link>http://www.galois.de/2010/02/23/nachrichten-aus-euroland/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 21:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Augenblick geht es ja recht turbulent zu in der Eurozone. Um sich ein wenig Hintergrund zu den Problemen in Griechenland anzulesen, eignet sich dieser Artikel auf Telepolis. Aber es gibt noch weitere Fehlentwicklungen. Wolfgang Münchau von der Financial Times spricht die ungleiche Lohnentwicklung in Europa an. Er schreibt: Wenn wir in Deutschland weiterhin eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Augenblick geht es ja recht turbulent zu in der Eurozone. Um sich ein wenig Hintergrund zu den Problemen in Griechenland anzulesen, eignet sich <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32133/1.html">dieser Artikel auf Telepolis</a>. Aber es gibt noch weitere Fehlentwicklungen. Wolfgang Münchau von der Financial Times spricht die ungleiche Lohnentwicklung in Europa an. <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:kolumne-muenchau-wenn-die-notbremse-versagt/50079262.html">Er schreibt:</a></p>
<blockquote><p>
Wenn wir in Deutschland weiterhin eine deflationäre Lohnpolitik betreiben, dann ist die Währungsunion nur dann zu retten, wenn andere Mitgliedsländer eine noch deflationärere Entwicklung akzeptieren, als es ohnehin notwendig wäre, und das über Jahrzehnte.</p></blockquote>
<p>Es dreht sich um folgendes: weil in Deutschland die Löhne seit Jahren stagnieren, bzw. sinken (wenn man die Inflation berücksichtigt), dies in den anderen Euroländern aber nicht der Fall ist, sind die anderen Länder nicht mehr wettbewerbsfähig im Vergleich zu den Deutschen. Daher müsste das Euro-Ausland die Löhne massiv senken, und das umso stärker, je weiter die Deutschen dieses leicht masochistische Blut-Schweiß-und-Tränen-Lohnsenkungs-Spiel mit sich treiben lassen. Früher haben die anderen Europäer Ihre Währung einfach abgewertet, während die D-Mark aufgewertet hat. So wurden indirekt die Löhne angeglichen &#8211; das geht aber nicht mehr, seit sie Teil des Euroraums sind. Dass eine allgemeine Lohnsenkung in grossem Stil bei der Bevölkerung von Rest-Euroland kaum durchzusetzen ist, ist klar. Nötig wäre daher eine gemeinsame Lohnpolitik um das Gleichgewicht wieder herzustellen.</p>
<p>Herr Münchau glaubt aber nicht mehr an den großen Wurf zur Rettung des Euro.</p>
<blockquote><p>ich würde darauf wetten, dass man wegschaut und die Ungleichgewichte nicht beseitigt. Und dann würden wir irgendwann einmal den Punkt der Unumkehrbarkeit erreichen, von dem ab ein Zusammenbruch des Systems nicht mehr verhindert werden kann &#8211; vielleicht in zehn Jahren, vielleicht später.</p></blockquote>
<p>Und darum, liebe Leute, habt Ihr ein tolles neues Argument für euren Chef bei der nächsten Gehaltsrunde: Er kann seiner europäischen Bürgerpflicht Genüge tun, und den Euro retten, indem er euch einem schönen Batzen mehr in die Tüte packt! Na, wenn das mal nicht zieht&#8230; </p>
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